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    Bekannte Positionen, zivilisierte Elefanten

    WIEN. Donnerstag Abend trafen die Spitzenkandidaten der Parlamentsparteien zum letzten Mal vor der Wahl am Sonntag aufeinander. Der Liveticker zum Nachlesen:

    Christian Kern (SP), Sebastian Kurz (VP), Heinz-Christian Strache (FP), Ulrike Lunacek (Grüne) und Matthias Strolz (Neos) stellen sich den Fragen der ORF-Moderatoren Claudia Reiterer und Tarek Leitner.

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    21:59
    Barbara Eidenberger
    Barbara Eidenberger

    Damit ist die Elefantenrunde beendet, fast zwei Stunden wurde diskutiert. Oder eher monologisiert. Die Spitzenkandidaten präsentierten ihre Positionen, nur selten gab es Widerspruch oder Konfrontation. 

    Dadurch, dass die Moderatoren die Themen von den Kandidaten definieren ließen, konnte auch jeder seine Botschaften platzieren. Migration war trotzdem wieder deutlich im Vordergrund und strahlte auch auf die anderen Themen aus - wie schon den ganzen Wahlkampf über. 

    Damit darf ich mich verabschieden und wünsche eine gute Nacht!

    21:58
    OÖN

    Leitner beendet die Diskussion mit einem Seitenhieb in Richtung der Privatsender: "Es gibt einen Ort, wo man kultiviert diskutieren kann, und das ist der ORF."

     

    21:55
    OÖN

    Strache und Migration: Kurz vermittelt Eindruck, er sei mit uns einig. Aber hat immer gegen uns gestimmt.

    Kern und Vollbeschäftigung: Wir müssen für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen. Diese Wahl ist Richtungsentscheidung: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Veränderung mit sozialem Anstrich oder nicht. Deshalb ein großes Ziel: Verhinderung von Schwarz-Blau. 

     

    21:51
    OÖN

    Und jetzt doch Schlussrunde. Wie immer die Frage: wer mit wem?

    Mit wem können Sie Ihr Herzensthema umsetzen?

    Strolz und Bildung: Wir werden das weiterhin überparteilich angehen. 

    Lunacek und Klimaschutz: Das hat man eh gesehen. 

    Sie nutzt die Gelegenheit um potenzielle Wähler zu motivieren: Nicht aus taktischen Gründen wen anderen wählen. 

    Kurz und Sozialsystem: Es geht darum vieles zu verändern, wenn wir gestärkt werden und erster werden, dann wird mir das die Kraft und den Rückenwind geben, das was es braucht, durchzusetzen.

    Und auch er nutzt die Gelegenheit noch eine Wahlbotschaft anzubringen. Nämlich dass Rot-Blau kommen wird, selbst wenn Schwarz als erster durch die Zielline geht. 

    Strache lacht. 

     

    21:48
    OÖN

    Strache. Wir sind für differenziertes Schulsystem. Begabungen fördern, Schwächen ausmerzen. Und Schwächen gibt es, wegen des politischen Versagens. Wer es sich leisten kann, gibt seine Kinder in Privatschulen und in den öffentlichen Schulen haben wir ein Fiasko. 

    Und auch er fordert Deutsch vor Schule. 

    Reiterer unterbricht ihn, was Strache gar nicht akzeptieren will. Er ist aber "zwei Minuten vorne". 

    Strache: Wir sehen die Zeiten nicht, wir können sie also nicht überprüfen. 

    Er darf noch zu Ende sprechen und betont die Wichtigkeit der Lehre. 

    21:47
    OÖN

    Lunacek spricht auch über die schwere Geburt, die diese Bildungsreform war. Hauptpunkt für sie ist die gemeinsame Schule. 

    Sie ist mit Strolz in vielen Punkten einig: Ein Unterschied ist aber das Thema Studiengebühren. "Mit uns nicht."

     

    21:43
    OÖN

    Kern: Verfolge diese Diskussion mit gewisser Sorge. Wir sehen, wir müssen investieren, damit sich jeder verlassen kann, dass jeder beste Schulen für seine Kinder bekommt. Aber das geht nicht, wenn ich mir Steuerreformen von ÖVP und FPÖ ansehe. 

    Diesen Punkt musste Kern noch anbringen.

    Und er nimmt den Ball von Strolz auf: Politik raus aus Schule. Reform wurde Reförmchen, weil sich ÖVP quer gelegt hat. 

    Und er bringt auch noch den Punkt der Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten ein, dazu läuft derzeit die Debatte im Parlament: "Mit Schwarz-Blau wird es das nicht geben."

    21:36
    OÖN

    Was sind die Vorschläge im Bildungsbereich der Neos?

    Strolz: Mein Herzensthema. 

    In einem Rekordtempo spult Strolz das Neos-Programm ab: Er will eine Menatlitätswandel hin zu Talenteförderung, Aufwertung der Lehrer und Kindergartenpädagogen, Parteibuch raus (Angriff auf Kurz: Sie waren dagegen, damit Landesfürsten weiter die Hand drauf haben), mittlere Reife, duale Ausbildung.

    Kurz: Bis auf die Untergriffe kann ich vieles unterstützen. Reförmchen (im Juli) war keine Reform. 

    Auch er ist für Änderung des Blickwinkels: Fokus auf Frühförderung und Ausbau der Kindergartenplätze. Und: Deutsch vor Schuleintritt. Und wer nicht lesen und schreiben kann muss bis 18 schulpflichtig bleiben. 

    21:35
    OÖN

    Reiterer vergisst das Neos-Thema. Strolz hat keine Freude. 

    21:32
    OÖN

    Klimaschutz ist nicht FPÖ Kernthema. Was ist Straches Konzept?

    Strache: Da tun Sie uns unrecht. Wir sind seit Jahren in diesem Bereich tätig. Das ist ja auch Heimatschutz und bringt Arbeitsplätze. Aber Horrorszenarien muss man schon in ein richtiges Licht rücken: Klimawandel hat immer stattgefunden. 

    Lunacek: Sie leugnen den Klimawandel.

    Strache: Nein, aber es hat immer Eiszeiten und Erwärmung gegeben. Es gibt unstreitbar menschlichen Anteil, aber der ist vergleichsweise klein. Wir haben trotzdem alles zu tun, um unsere Umwelt zu schützen. Aber man muss schon sagen, dass Umweltzertifikate ein Geschäft wurden. 

    21:30
    OÖN

    Kurz: Gegen Klimawandel nur erfolgreich, wenn wir international Druck machen auf jene, die sich aus Pariser Abkommen verabschieden, zum Beispiel die Amerikaner. 

    "Als Außenminister habe ich viel gesehen. Man muss da auch Bevölkerung danken, dass ihnen Umweltschutz so wichtig ist."

    Lunacek: Schön, dass alle einer Meinung. Aber was bisher getan?

     

    21:27
    OÖN

    Kern: Wir brauchen große Pläne, weil Klimawandel ist großes Problem. Förderungen effizient in erneuerbare Energien investieren. 

    Und noch einmal Effizienz: beim Verbrauch, da braucht es laut Kern "aggressivere Ziele".

    Dritter Punkt: E-Mobilität, da ist Österreich international ganz vorne. 

    Und gleich noch die Brücke zu Glyphosat: "Verbieten."

    21:24
    OÖN

    Lunacek spricht sich für thermische Sanierung aus und auch für Maßnahmen beim Verkehr.

    Strolz will sich als Allianzpartner anbieten. 

    Lunacek: Gerne.

    Strolz ist für aufkommensneutrale, industriefreundliche CO2-Steuer. 

    Er erklärt das Neos-Modell: Abschaffung der NOVA, Einführung CO2-Steuer. 

    Lunacek ist nicht überzeugt. 

    21:22
    OÖN

    Thema Klimaschutz:

    Was heißt Steuer für klimaschädliches Verhalten für Autofahrer?

    Lunacek: Wir haben in diesem Sommer gesehen, welche Zerstörungskraft in der Klimaerwärmung jetzt schon liegt. Wenn die Erwärmung auf zwei Grad ansteigt, werden wir Katastrophen haben, die unseren Planten zerstören.

    Auch sie verweist auf die Schüler im Hintergrund, die damit konfrontiert sein werden. 

    Kein gemütlicher Abend für das junge Publikum. 

    21:20
    OÖN

    Haupttheme ist wieder Integration und Migration. 

    21:20
    OÖN

    Lunacek zum Islamismus: Muss mehr in Deradikalisierung und Prävention investieren. 

    Angriff auf Kurz: Sie haben sich das Thema Familienbeihilfe nicht genau angesehen, das hat man in den 1970ern schon gemacht. Und was haben die Menschen damals gemacht: Sie haben die Kinder geholt. 

    Kurz: Wir haben das für Drittstaatsangehörige abgeschafft und werden das auch für EU-Bürger machen.

    Lunacek: Auch für die Pflegerinnen, die hier arbeiten?

    Kurz: Nicht alle Pflegerinnen haben Kinder. 

     

    21:16
    OÖN

    Lunacek ärgert sich über Vermischung von Islamismus und Zuwanderung sowie Flucht und Zuwanderung: Das ist nicht dasselbe. Für Flüchtende gibt es keine legalen und sicheren Möglichkeiten. Deshalb sind wir für Botschaftsasyl. Außerdem: Fluchtursachen bekämpfen, Waffenexporte stoppen. 

    Strolz: Botschaftsasyl ist gute Idee, funktioniert nicht. 

    Strache: Viele Probleme sind durch Fehler der Vergangenheit aus dem Ruder gelaufen. Wir haben bei uns Handlungsbedarf und können nicht die Probleme aller Welt lösen.  

    21:14
    OÖN

    Kern über die Familienbeihilfe: Auch wir dafür, und daran muss man auf europäischer Ebene weiterarbeiten.

    Kern schlägt die Brücke zur Sicherheit: Gibt viele Ängste, deshalb Bundesheer und Polizei aufstocken und mit bestmöglicher Ausstattung versorgen. 

    Zum Thema Islamisten: Kommen oft aus der Mitte unserer Gesellschaft. Müssen gegen Wurzel des Problems vorgehen, Sozialarbeit aufstocken. 

    21:12
    OÖN

    Kurz zu Familienbeihilfe ins Ausland: Wir wollen das nicht. Sollte ich das Vertrauen der Wähler bekommen, werden wir das beenden. 

    Zu Migration: Nicht Schlepper sollen entscheiden wer kommt. Wer sich illegal auf den Weg macht, soll keine Chance auf Asyl haben und muss zurückgestellt werden. 

    Zu Islam: Haben jetzt ein Gesetz, das möglich macht aktiv zu werden. Werde das Kultusamt zu Religionsbehörde machen, die kontrollieren kann. 

    21:10
    OÖN

    Strolz belehrt: Arbeitsmigranten aus Drittstaaten haben keinen Anspruch auf Mindestsicherung.

    Und er holt weit aus zum Thema die verschiedenen Wege der Zuwanderung. Flüchtlinge, subsidiärer Schutz, Arbeitsmigration und eine vierte Tür, die aber zu ist. 

     

     

    21:07
    OÖN

    Welche Maßnahme um Zuwanderung zu stoppen?

    Strache: Legale Zuwanderung soll es natürlich geben, da gibt es Kriterien. Aber wenn es um rechtswidrige Zuwanderung über den Balkan geht, ist das gegen die Gesetze. Die Flüchtlinge müssen im ersten sicheren Land einen Antrag stellen. 

    Als Maßnahme sieht er ein System, das diese "Sogwirkung abstellt", eben Mindestsicherung kürzen. 

     

    21:05
    OÖN

    Thema Zuwanderungsstopp: Muss Asylsystem überdacht werden?

    Strache fasst zusammen, welche Probleme er ortet: Wie war es möglich, dass so viele illegal eingereist sind? Ein zweites Problem: Zuwenig Rückführungsabkommen. Und fehlende Grenzsicherung.

    Die Folgen: zum Beispiel Schulen mit mehr muslimischen Schülern als christlichen. 

    Strache schlägt die Brücke zum politischen Islam: Gibt bekannte Vereine und Moscheen, die verboten werden müssen. 

    21:03
    OÖN

    Schon wieder spricht Reiterer die Redezeit an. Das ist das Problem an den ORF-Diskussionen, das Reden über die Redezeit hemmt den Diskussionsfluss. 

    21:00
    OÖN

    Lunacek will nicht alles kommentieren, was ihr an den anderen nicht gefällt. Aber ganz ohne geht es nicht. 

    Zur Mindestsicherung: Auch Grüne für einheitliche Regelung. Mindestsicherung soll nur für Zeitraum sein, nicht langfristig. Deshalb hätte man Flüchtlinge gleich in Ausbildungsgarantie übernehmen sollen, damit sie etwas lernen können. 

    Lunacek versteht die Diskussion rund um die Mindestsicherung nicht: Da geht es um 0,8 Prozent des Sozialbudgets. 

    Sie spricht sich für das Wiener Modell aus. 

    20:57
    OÖN

    Strolz: Sind auch für bundeseinheitliche Regierung, nach dem Vorbild Vorarlberg. Dort gibt es klare Integrationsvereinbarung. Außerdem sind wir für Wohnsitzbindung, weil Integration funktioniert in kleinen Einheiten besser. 

    Strolz geht auch auf das Thema Pensionen ein mit einem Zitat von Kurz, wonach die Pensionen nicht sicher sind. Strolz wirft ihm diese Meinungsänderung vor. 

    Strolz sagt zum Publikum, es werde massenhaft in Altersarmut landen. Nicht sehr erbaulich für die Schüler. 

    20:56
    OÖN

    Kurz: Teile Einschätzung von Kern nicht. In Wien jeder zweite Mindestsicherungsbezieher ausländischer Staatsbürger. Familie mit drei Kindern bekommt 2500 Euro, das muss man mal verdienen. 

     

    20:53
    OÖN

    Kern geht davon aus, dass sogar noch mehr in das Sozialsystem investiert werden muss. Der Grund: Wir werden immer älter. 

    Deshalb sei der wirtschaftliche Erfolg so wichtig. 

    Reiterer will noch einmal zum Thema Mindestsicherung kommen:

    Kern: Ich bevorzuge das Vorarlberger Modell. In Oberösterreich wird deutlich weniger eingespart als angekündigt. 

    Strache will das so nicht stehen lassen, weil viele anerkannte Flüchtlinge nach Wien gehen, weil dort die Mindestsicherung höher ist. 

    20:51
    OÖN

    Strache hat sich einen Kugelschreiber von Strolz ausgeborgt und Reiterer möchte wissen, was er sich notiert hat. Und hängt die Frage an, ob die FPÖ eigene Sozialversicherungsanstalten für Ausländer möchte. 

    Strache: Das oberösterreichische System ist nicht streng genug, wir sind für Sachleistungen. Es ist nicht fair, wenn jemand wenig bekommt, der viele Jahre eingezahlt hat und jemand der nie eingezahlt hat, bekommt vielleicht mehr. 

    Und ja, es soll eine eigene SVA für Drittstaatsangehörige geben. 

    20:48
    OÖN

    Den Moderatoren ist die Diskussion zu diszipliniert. Reiterer: Sie dürfen untereinander diskutieren. 

    20:48
    OÖN

    Frage an Kurz: Wird bundeseinheitliche Mindestsicherung kommen?

    Kurz: Natürlich wirds kommen. Wichtig das Sozialsystem abzusichern. Viele haben Angst, dass sich das alles irgendwie nicht mehr ausgeht. 

    Reiterer will wissen, wie die Mindestsicherung genau aussehen soll.

    Kurz: Mir gefällt das oberösterreichische System. 

    Aber Kurz möchte ausführen, wo das Problem mit dem Sozialsystem ist: Wir müssen sparsamer werden (21 Sozialversicherungsträger) und Stopp der Einwanderung ins Sozialsystem, damit wir das System weiter finanzieren können. 

    20:45
    OÖN

    Frage an Lunacek: Wie steht es um Spannungsfeld Wirtschaft - Umwelt wenn es darum geht, Arbeitsplätze zu schaffen?

    Lunacek: Das gehört zusammen. 

    Sie verweist auf Oberösterreich, wo 40.000 Arbeitsplätze in der Zeit von Schwarz-Grün geschaffen wurden. 

    Lunacek: Umweltschutz ist notwendig für die Gesellschaft. Und Unternehmen, die hier mitgehen, haben gute Chancen in der Zukunft.

    Lunacek geht auch auf das Thema Frauenlöhne ein: Da wäre es nötig anzusetzen, mit flächendeckender Kinderbetreuung, Mindestlohn 1750 Euro. 

    20:43
    OÖN

    Frage an Strache: Ist Überregulierung das Problem?

    Strache: Politik hat Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Menschen gründen. Heute wäre es nicht möglich mich selbständig zu machen, wie ich es damals getan habe.

    Was es auch noch braucht laut Strache: Lohnnebenkosten senken, Standort attraktiveren, Lohndumping durch günstige Arbeiter aus Osteuropa verhindern. 

    20:41
    OÖN

    Kurz: Braucht Trendwende. Vor fünf Jahren noch niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa, heute nur noch auf Platz neun. Das Wichtigste: Unternehmen weniger Steine in den Weg zu legen. 

    Hat man auch schon mal gehört. Von Kurz und auch von Kern. 

    20:40
    OÖN

    Denkt die ÖVP nur an die Wirtschaftskammer? Welche Modelle schweben ihr vor?

    Kurz: Nicht Politik schafft Arbeitsplätze, sondern Unternehmer. Und die fleißigen Arbeitnehmer. 

    Kurz erzählt von der Arbeitslosigkeit seines Vaters. Hat man durchaus schon einmal gehört. 

    20:38
    OÖN

    Ein Konzept das Neos teilt?

    Strolz: Ich bin der einzige Kandidat, der Arbeitsplätze geschaffen hat. 

    Ein gefährlicher Satz, der an Franz Stronach erinnert.

    Strolz weiter: Wir müssen Rahmenbedingungen für Unternehmergeist ändern. Bürokratie massiv zurücknehmen, Gewerbeordnung reformieren. Das ist nicht gelungen, weil ÖVP gebremst hat. 

    20:34
    OÖN

    Damit sind die Themen für die Elefantenrunde definiert. 

    Frage an Kern: Wie soll Staat Arbeitsplätze schaffen?

    Kern: Wir dürfen uns nicht ideologisch festlegen. Ich bin kein Fan von der Einstellung: Alles soll der Markt regeln. Ich stehe für aktive Politik, die gestaltet. Deshalb Bündnis mit der Wirtschaft schaffen, mit allen Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen. Zweite Säule ist die Innovation, das Land hat immer von seinem Erfindungsreichtum gelebt. 

    Kern berichtet von einem Betriebsbesuch, der beispielhaft war. 

    Leitner will konkretere Antworten.

    Kern: Innovationsfähigkeit stärken durch Bündnisse von Universitäten und Unternehmen. Zum Beispiel im Bereich E-Mobilität. Zweiter Aspekt: Öffentliche Investitionen auf hohem Niveau für Bildungseinrichtungen und Breitbandausbau. Dritter Aspekt: Löhne erhöhen. Es gibt nicht eine Maßnahme, sondern Gesamtstrategie. 

     

    20:33
    OÖN

    Wirklich überraschend sind die von den Parteien genannten Themen nicht. Ganz im Gegenteil. 

    20:29
    OÖN

    Leitner erklärt, dass man keine Frage stellen wolle, weil man von den Kandidaten wissen will, was größte Priorität hat. Bitte in einem Satz, um Themen zu sammeln.

    Strolz: Jedes Kind soll Flügel spannen und Talente entfallen. Mein Projekt: Bildungswende.

    Lunacek: Kampf gegen die Klimakrise. Was wir in diesem Sommer erlebt haben, ist dramatisch. 

    Strache: Undifferenzierte Massenzuwanderung stoppen und auch drohende Islamisierung stoppen. Das eine bedingt das andere. 

    Kurz: Es braucht Veränderung in zahlreichen Themenfeldern. Ganz wichtig: Sozialstaat langfristig absichern. 

    Kern: In den letzten Monaten war das wichtigste, dass wir wirtschaftliche Trendwende schaffen. Das sollen wir fortsetzen. Wie kommen wir zu Vollbeschäftigung? Dann können wir in Bildung, Pflege und Sicherheit investieren. Ganz wichtig auch: Gleichberechtigung. Meine Tochter soll gleiche Rechte haben. 

    Kern muss sich auf eines festlegen und wählt Vollbeschäftigung. 

    20:26
    OÖN

    Soll es Menschen beruhigen, wenn mehr private Spender Parteien finanzieren? Weil Neos wollen Parteiförderung kürzen.

    Strolz: Selbst wenn wir halbieren, sind wir noch im europäischen Spitzenfeld. Bei uns gilt Inhalte vor Intrigen. Ich werde in erster Woche nach Wahl auf alle zugehen mit der Einladung Chancengespräche zu führen. 

    Strolz bleibt seinem Image treu, Tempo, Tempo, Tempo. 

    20:24
    OÖN

    Frage an Lunacek: Sind Sie mit Ihrem Krisenmanagement nach Spaltung der Grünen zufrieden?

    Lunacek: Es soll um Zukunftsthemen gehen. Und die haben wir immer in den Mittelpunkt gestellt. Nicht Spaltung, Hetze und Hass, was wir von der FPÖ gekannt haben und in diesem Wahlkampf auch von SPÖ und ÖVP. Wir wollen für die Jungen etwas ändern. 

    20:23
    OÖN

    Hat Strache die Heftigkeit überrascht, denn er hat seine Taktik geändert und ist ruhiger aufgetreten?

    Strache: Ist doch schön, wenn man verschiedene Aspekte einer Person sieht. Höhepunkt der politischen Unkultur, als sichtbar wurde, was gemacht wurde. Da hätte man sich entschuldigen müssen, stattdessen wurde weiter mit Schuldzuweisungen gearbeitet. 

    20:21
    OÖN

    Trägt die ÖVP Anteil daran, dass sich Menschen abwenden?

    Kurz: Alle sind froh, wenn Wahlkampf vorbei ist. Denn wie er geführt wurde, widert zu Recht an. Ich habe bewusst anderen Weg gewählt. Es ist nicht notwendig Vergangenheitsbewältigung zu betreiben. Ich habe Vorschlag für die Zukunft mit Straftatbestand "Dirty Campaigning" gemacht. Jetzt sollten Inhalte im Vordergrund stehen.

    20:19
    OÖN

    Außergewöhnlich heftig nennt Leitner den Wahlkampf. Erste Frage natürlich Silberstein. Wie will Kern das Vertrauen wieder herstellen?

    Kern: Diesen Wahlkampf hätten wir uns sparen können. Geht um Richtungsentscheidung, nicht um die meisten Luftballons. Österreicher müssen sich fragen: Welche Veränderung wollen wir haben? Wir stehen für Weiterführung des erfolgreichen Weges, der mit Kreisky begonnen hat. 

    20:17
    OÖN

    Tarek Leitner spricht über den Wahlkampf und über die vielen Veranstaltungen, die von den Kandidaten besucht werden. 

    Man beginnt mit einem Einspieler, wo die Spitzenkandidaten über den Wahlkampf befragt werden.

    Hätte man auch einfach im Studio machen können. 

    20:14
    OÖN

    Und es geht los. 

    Im Publikum sitzen wieder viele Schüler, wie schon bei den ORF-Duellen. 

     

    20:12
    OÖN

    Noch eine Kuriosität am Rande: Google hat heute die Google Trends zur Wahl ausgeschickt. Also die Suchbegriffe, die in den vergangenen sechs Wochen am häufigsten gesucht wurden. Auf Platz eins: "Nationalratswahl was ist das". 

    20:11
    OÖN

    In Sachen Outfit gibt es keine Überraschungen: Lunacek mit weißem Oberteil, Kurz mit offenem Hemdkragen, Strache und Kern mit Krawatte. 

    Einzige Neuheit: Strolz mit Krawatte. 

    20:09
    OÖN

    Ein Unterschied zu den Privatsendern: Im ORF gibt es vor der Wahlsendung keine Partei-Werbespots. 

    20:07
    OÖN

    Ein Thema wird heute bestimmt auch wieder Migration, immerhin das bestimmende Thema dieses Wahlkampfs. Eine Abschlussrunde wie diese wird wohl auch etwas grundsätzlicher angelegt. Also mit der Frage nach dem Menschen-, Werte- und Gesellschaftsbild der Kandidaten. 

    20:06
    OÖN

    Video-Umfrage: Vor der letzten großen TV-Konfrontation wurde unter den Wählern, die noch zu überzeugen sind, ein Stimmungsbericht eingeholt.

    19:56
    OÖN

    Ulrike Lunacek ist die einzige, die so etwas wie Spaß an den TV-Konfrontationen hat. Zumindest lacht sie häufig, vielleicht sogar zu häufig. Grundsätzlich aber hat sie sich immer besser auf ihre Mitstreiter eingestellt und konnte öfter punkten, als ihr zu Beginn zugetraut wurde.

    Matthias Strolz wirkte oft so, als würde er am liebsten hinter dem Pult hervorspringen. Energie, Energie, überschäumend allerdings. Dafür konsequent, von Anfang bis zum Ende des Wahlkampfes. 

    19:55
    OÖN

    Video: Die Spitzenkandidaten treffen im ORF-Zentrum ein, begleitet von ihren Anhängern.

    19:51
    OÖN

    Heinz-Christian Strache war zu Beginn der Auseinandersetzungen angriffiger, hatte mehr "Wuchteln" parat. Auch bei war durch die Affäre Silberstein ein Wandel zu bemerken. Er wurde betont seriös, sprach langsamer und tiefer. Die Botschaft: "Ich kann Staatsmann, während sich die anderen mit Dreck bewerfen." 

    Dass die FPÖ allerdings gerade auf Facebook einen sehr harten Wahlkampf schon immer geführt hat, geht angesichts der SPÖ-Fake-Seiten-Affäre unter. 

    19:44
    OÖN

    Sebastian Kurz hat deutlich an Selbstsicherheit gewonnen. Er wirkte in den ersten Konfrontationen zum Teil nervös und reagierte auf Angriffe zu offensichtlich. Was zum Beispiel von Heinz-Christian Strache sofort thematisiert wurde: "Da brauchen Sie gar nicht rot zu werden."

    In den vergangenen Duellen war davon nichts mehr zu sehen, jeder Angriff wird mit (sich sehr oft wiederholenden) Argumenten pariert. 

    Etwas zu offensichtlich ist bei Kurz sein Rhetoriktraining. Das ständige Gebrauchen von "Lassen Sie mich noch einen Satz sagen" und "Sie können nur anpatzen" war doch etwas viel des Guten. 

    19:41
    OÖN

    Spannend in diesem Wahlkampf ist, dass man sehr gut die Entwicklung der Kandidaten beobachten kann. Man denke zurück an die Sommergespräche und vergleiche sie mit den jüngsten Fernsehauftritten. 

    Besonders markant ist der Unterschied bei Christian Kern. Kein Wunder, sein Wahlkampf ist auch der turbulenteste. Er setzte zu Beginn der Auseinandersetzungen sehr stark auf die Botschaft "Ich, der Kanzler", gab sich betont seriös und sachlich. 

    Nach der Affäre Silberstein änderte sich das sehr stark. Seriös funktionierte nicht mehr, auch weil Kerns Image stark beschädigt war. Also wurde er deutlich angriffiger, vor allem in Richtung Sebastian Kurz. 

    19:38
    OÖN

    Wie viel so eine Fernsehdiskussion bringt oder nicht bringt, ist schwer zu sagen. Politikwissenschaftler Fritz Plasser geht davon aus, dass 85 Prozent der Wähler sich bereits entschieden haben. Da kommt eher der sogenannte "Konversionseffekt" zum Tragen: Wer sich für einen Kandidaten entschieden hat, findet ihn auch meistens dann besser in den Konfrontationen. 

    Das erklärt auch, dass sich die Bewertungen der Duelle so stark unterscheiden. Jeder ist überzeugt, sein Kandidat hätte besser abgeschnitten. 

    19:35
    OÖN

    Die Elefantenrunde auf ATV stand ganz im Zeichen der Silberstein-Affäre und war entsprechend angriffig. Auch das Duell Kern-Kurz am Sonntag auf Puls 4 war alles andere als sachlich, die gestrige Auseinandersetzung allerdings schon. 

    Und heute? Schwer zu sagen. Vorab hörte man aus den Parteien, dass die Programme, die Argumente und die Sachlichkeit im Vordergrund stehen werden. Wie sich die Dynamik aber entwickelt, ist schwer vorauszusagen. Grundsätzlich ist das Setting in den ORF-Runden aber nicht ganz so offen und auch sehr auf gleiche Redezeit bedacht. Daher müssen die Kandidaten nicht so vehement versuchen, sich Gehör zu verschaffen. 

    19:30
    Barbara Eidenberger
    Barbara Eidenberger

    Guten Abend liebe Leser!

    Zum letzten Mal in diesem Wahlkampf darf ich den Abend tickernd mit Ihnen verbringen. 

    Mit der Elefantenrunde im ORF haben wir den Schluss- und zugleich Höhepunkt dieser Wahlauseinandersetzung im TV. Es ist bereits das dritte Mal, dass die Spitzenkandidaten aufeinandertreffen. Peter Pilz ist dieses Mal nicht dabei, der ORF hat als Grundregel ausgegeben, dass nur die im Parlament vertretenen Parteien teilnehmen dürfen. 

    Wer allerdings die bisherigen Elefantenrunden gesehen hat weiß, Pilz wird fehlen. Immerhin war er für ein paar sehr pointierte Sager gut. 

    Was erwartet uns sonst? Inhaltlich wohl nicht mehr viel Neues. In der 47. Fernsehauseinandersetzung in dieser Wahl ist nicht davon auszugehen, dass es noch Positionen gibt, die wir nicht kennen. Schon bisher gab es bei den Duellen sehr oft fast wortidente Aussagen und Argumente. 

    nachrichten.at/eiba, 12.10.2017, 19:26 Uhr

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