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    Chanda Rule auf den Spuren der großen Jazz-Stars

    Chanda Rule auf den Spuren der großen Jazz-Stars

    Die Jazzreihe der Salzkammergut Festwochen Gmunden ist etabliert, der Besuch beim Konzert der amerikanischen Sängerin Chanda Rule mit ihrer Sweet Emma Band war dementsprechend gut.

    Als die Combo den Abend ohne Solistin eingroovte, war schnell klar, dass an diesem Abend kein musikalisches Neuland betreten werden würde. Traditionspflege war angesagt, Gospel, Blues und Klassiker des Swing wurden interpretiert.

    Da wird Billie Holiday die Reverenz erwiesen ("Lady sings the Blues"), Duke Ellingtons "Caravan" mit feiner orientalischer Würze versehen und mit "Afro Blue" an den großen John Coltrane erinnert. Chanda Rule ist eine famose Sängerin, mit samtiger, weicher Stimme. Sie moderiert charmant, flirtet mit dem Publikum, regt zum gemeinsamen Singen an. Im zweiten Set lässt sie ihren Improvisationsfähigkeiten freien Lauf, vor allem die Zugabe, Bobby Timmons’ Evergreen "Moanin’", hat Feuer und Leben. Die männliche Begleitung ist solide. Christian Saalfellner ist Herr der rhythmischen Dinge, Jan Korinek spielt die Hammondorgel mal subtil, mal donnernd, Paul Zauner bläst die Posaune, und Saxophonist Osian Roberts gefällt durch Eleganz. 

    Gmundner Festwochen: Chanda Rule

    OÖN Bewertung:

     

    (haun), 18.07.2017, 00:04 Uhr

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