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    Wie man in zehn Sekunden seine Zähne putzt

    WIEN. Das Wiener Start-Up Amabrush holte sich am Dienstagabend in der Puls4-Show "2Minuten2Millionen" ein Rekordinvestment.

    Mehr als 100 Tage seines Lebens verbringt ein Mensch im Durchschnitt damit, sich die Zähne zu putzen. Mit einer Erfindung aus Österreich könnte sich diese Zeit nun drastisch verkürzen. Mit Amabrush präsentierte ein Wiener Jungunternehmer am Dienstagabend bei der Puls4 Start-Up-Show "2Minuten2Millionen" die erste vollautomatische Zahnbürste der Welt. 

    Zähneputzen mit dem futuristischen Gerät, das gemeinsam mit Zahnärzten entwickelt wurde, dauert nur zehn Sekunden. Zur Erinnerung: Manuellen Zähneputzern empfehlen Zahnärzte eine Schrubb-Dauer von drei bis fünf Minuten, zwei bis drei Mal täglich. Im Laufe der Jahre könnte man also mit der automatischen Zahnbürste 100 Tage Lebenszeit sparen.

    Wie das funktionieren soll? Die neue Erfindung putzt alle Zähne im Gebiss gleichzeitig, dadurch die Zeitersparnis. Möglich wird das durch ein Mundstück aus antibakteriellem Silikon, an dem mehrere Reihen von Borsten angebracht sind. Dieses steckt man in den Mund und verbindet es mit einem Handstück, das Vibrationen erzeugt und weitergibt. Die optimale Menge an Zahnpasta wird automatisch in den Mund geleitet. 

    Video: So funktioniert Amabrush

    Die erste Version seiner automatischen Zahnbürste baute der junge Gründer übrigens selbst: Aus dem Motor eines Vibrators, einem Mundschutz für Boxer und den Bürstchen mehrerer Wimperntuschen. Seither hat sich viel getan: Schon im Sommer erlangte Amabrush durch zwei Crowdfunding-Kampagnen Berühmtheit. Mehr als drei Millionen Euro wurden binnen kürzester Zeit auf Kickstarter gesammelt, zusätzliche 4,7 Millionen Euro spielte die Kampagne auf Indiegogo in die Kassen – weit mehr Kapital, als sich der Gründer erträumt hätte.

    So trat Jungunternehmer Marvin Musialek am Dienstagabend vor die TV-Investoren ohne tatsächlich ein Investment zu brauchen. Der 20-Jährige rief eine noch nie dagewesene Firmenbewertung von unglaublichen 20 Millionen Euro auf. Und das, obwohl Amabrush noch nicht einmal im Handel erhältlich ist. Derzeit gibt es die futuristische Zahnbürste nur auf Vorbestellung, die günstigste Variante kostet 120 Euro. Später soll das Gerät um bis zu 70 Euro teurer werden. 

    Trotz der frechen Forderung von einer Million Euro für fünf Prozent der Anteile entschied sich Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner in letzter Minute zu einer Investition – Ein Rekord. Da fehlten selbst dem Gründer kurz die Worte. 

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    nachrichten.at, 11.04.2018, 15:26 Uhr

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