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    Wenn Quallen den Urlaub vermiesen

    Wenn Quallen den Urlaub vermiesen

    Sieben Tipps, wie man sich vor Vernesselungen schützen kann und was man tun sollte, wenn es schon passiert ist.

    Sie schwimmen seelenruhig im Meer, und plötzlich durchfährt Sie ein starker Schmerz im Bein – vermutlich hatten Sie Kontakt mit einer Qualle. In den meisten Fällen verlaufen die Vernesselungen auch verhältnismäßig harmlos. Feuerquallen hinterlassen auf der Haut schmerzende Rötungen, Schwellungen und Blasen sowie ein Jucken. "Es fühlt sich an wie der Kontakt mit Brennnesseln. Die Beschwerden klingen meist rasch wieder ab. Bei empfindlichen Personen und nach wiederholtem Kontakt können aber auch heftige allergische Reaktionen mit Herz-Kreislauf-Störungen bis zum Kollaps auftreten", sagt Martin Haditsch, Reisemediziner im Travel Med Center in Leonding.

    Der Mediziner gibt Tipps für den Schutz vor Quallen und für Erste-Hilfe-Maßnahmen:

    1. Zur Vorbeugung kann man einen dünnen Neoprenanzug, den sogenannten stinger suit, tragen. Schwimm- oder Taucherbrille bieten guten Gesichtsschutz.

    2. Es gibt auch einen Wirkstoff oft in Kombination mit Sonnenschutzmitteln, der vor Quallenvernesselungen schützt. Das Präparat namens Safe Sea muss auf die gesamte Haut aufgetragen werden, auch unter der Badehose und dem Badeanzug.

    3. Vermeiden Sie die Berührung von toten, angespülten Tieren, denn deren Nesselkapseln können immer noch aktiv sein.

    4. Sollten Sie dennoch von einer Qualle vernesselt werden, sofort aus dem Wasser, um der Gefahr des Ertrinkens vorzubeugen.

    5. Die Wunde nie mit Süßwasser spülen, denn so werden die restlichen giftigen Nesselkapseln aktiviert. Man kann diese etwa mit Rasierschaum oder Essig inaktivieren, mit feuchtem Sand abreiben oder mit etwas Scharfkantigem (Kreditkarte) abschaben.

    6. Kühlen Sie die Haut mit Essigkompressen oder Meerwasserwickeln zur Schmerzlinderung und trinken Sie viel Wasser.

    7. Lässt der Schmerz nicht nach oder treten Schwindel, Übelkeit oder Atemnot auf, suchen Sie unbedingt sofort einen Arzt auf.

    12.07.2017, 00:04 Uhr

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