• Gesundheit
    Warum Tätowierungen nicht blasser werden

    Warum Tätowierungen nicht blasser werden

    Französische Forscher haben an Mäusen gezeigt, warum Tattoos so langlebig sind.

    Beim Tätowieren werden mit Hilfe von Nadeln oder einer Tätowiermaschine wasserunlösliche Pigmente in die Haut eingebracht. Früher dachte man, dass das Tattoo dauerhaft erhalten bleibt, weil sich die Pigmente in besonders langlebigen Bindegewebszellen ablagern. Jetzt konnten französische Forscher bei Mäusen zeigen, dass Fresszellen (Makrophagen) die Farbpartikel aufnehmen. Das berichtet die Plattform "Wissenschaft aktuell". Die Wissenschafter tätowierten für ihre Studie die Schwänze von Mäusen und stellten fest, dass die Pigmente nur in Makrophagen und in keinen anderen Zellen der Haut nachweisbar waren. Offenbar nehmen die Fresszellen die Partikel auf, so wie sie auch – ihrer eigentlichen Aufgabe entsprechend – Bakterien aufnehmen würden.

    Sterben die Fresszellen ab, werden die Pigmente zwar freigesetzt, aber nur bis sie von neuen Fresszellen wieder aufgenommen werden. Bei diesem Prozess bleiben die Partikel weitgehend in ihrer ursprünglichen Position, das Tattoo verändert sich kaum.

    Für eine bessere Entfernung eines Tattoos raten die Forscher, vorübergehend die Fresszellen in der betroffenen Hautregion auszuschalten. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass die durch den Laser freigesetzten und zerkleinerten Partikel über das Lymphsystem ausgewaschen werden, ohne vorher in neue Fresszellen zu gelangen.

    10.03.2018, 00:05 Uhr

    Mehr Gesundheit
    Gesundheit Übersicht
    Zurück Zum Seitenanfang