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    Vergesslich oder dement?

    Vergesslich oder dement?

    Die OÖN-Gesundheitstour am Donnerstag, 14. Juni, ab 18 Uhr widmet sich dem Thema Gedächtnisverlust.

    Demenz schleicht sich leise in den Alltag ein, zu Beginn sind es vielleicht nur Kleinigkeiten wie versäumte Termine oder Namen, die einem nicht mehr einfallen wollen. "Vergesslich oder schon dement?" Diese Frage beantworten Experten des Salzkammergutklinikums Gmunden bei der OÖNachrichtengesundheitstour am Donnerstag, 14. Juni, ab 18 Uhr. Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 115.000 bis 130.000 Menschen mit irgendeiner Form der Demenz. Aufgrund des kontinuierlichen Altersanstiegs in der Bevölkerung wird sich diese Anzahl bis zum Jahr 2050 verdoppeln, und der Betreuungs- und Pflegebedarf wird somit weiter steigen.

    Mit dem Alter steigt das Risiko

    Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter an. Alzheimer ist die häufigste Demenzerkrankung. Im Gehirn von Alzheimer-Patienten sind typische Eiweißablagerungen festzustellen. Zum Krankheitsbild gehören Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie eine Veränderung der Persönlichkeit. Die beschriebenen Symptome sind bei den Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt, nehmen im Verlauf der Erkrankung zu und machen die Bewältigung des ganz normalen Alltags immer schwieriger. Im frühen Krankheitsstadium steht die Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses im Vordergrund. Die Erkrankten können sich etwa den Inhalt von Gesprächen nicht einprägen oder finden Gegenstände nicht mehr wieder. Zusätzlich treten Störungen des planenden und organisierenden Denkens auf, das Finden von Worten und das Orientieren fällt schwerer.

    Angehörige als Anker

    Die Kranken erleben oft bewusst, dass sie etwas vergessen. Das belastet. Je nach Persönlichkeitsstruktur reagieren Betroffene depressiv, aggressiv oder mit Rückzug. Viele versuchen, die Fassade aufrechtzuerhalten. "Angehörige sind in der Behandlung von Demenzerkrankungen eine wichtige Stütze, da sie einerseits Auskunft geben können über Symptome, die die Betroffenen in späteren Krankheitsstadien schwer wiedergeben können", sagt Primar Christoph Silberbauer, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin am Salzkammergut-Klinikum Gmunden. "Andererseits sind sie für den Kranken eine wichtige Stütze, da sie der emotionale Anker sind. Das setzt natürlich voraus, dass die Beziehung zwischen den beiden intakt ist", weiß der Mediziner. "Oftmals sind es auch die Angehörigen, die die Betroffenen zur ärztlichen Untersuchung überreden, da sie die Veränderung beim Partner oder bei den Eltern sehr früh bemerken", sagt Primar Peter Dovjak, Leiter der Abteilung für Akutgeriatrie.

    Gesundheitstour

     

    Vergesslich oder dement?: Am Donnerstag, 14. Juni, dreht sich im Salzkammergut-Klinikum Gmunden ab 18 Uhr alles um dieses Thema.

    Die Experten: Primar Peter Dovjak, Leiter der Abteilung für Akutgeriatrie und Remobilisation, Primar Christoph Silberbauer, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, beantworten alle Fragen zum Thema

    Eintritt frei: Nach dem Gesundheitstalk gibt es eine gesunde Jause.

    Barbara Rohrhofer, 06.06.2018, 00:04 Uhr

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