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    Schwere Beine nach dem Skifahren?

    Schwere Beine nach dem Skifahren?

    Kälte, Sonne, schmerzende Muskeln: Was Sie beim Wintersport alles beachten sollten und wie Sie Beschwerden schnell in den Griff bekommen.

    Bewegung in der frischen Luft ist eine gesunde Sache, kann aber Beschwerden hervorrufen. Peter Maier, Apotheker in Vöcklabruck, kennt sich damit bestens aus und hat Tipps und Mittel parat, die schnelle Abhilfe schaffen.

    Schwere Beine? "Die Gefäße und auch die Muskulatur werden durch den Sport beansprucht. Mit BCAAs, also verzweigt-kettigen Aminosäuren, kann man hier gegensteuern", erklärt Maier. Das hochwertige Eiweiß gibt es in Kapselform. "Damit halten die Muskeln besser durch und es entsteht nicht so schnell ein Muskelkater. "Am besten, man nimmt sie einen Tag vorher, während der sportlichen Belastung und auch danach", sagt der Apotheker. Das helfe jedem Sportler, auch sehr gut Trainierten.

    Abhilfe bei Muskelkater

    Was hat Eiweiß mit Muskelkater zu tun? "Die Proteine versorgen die Muskeln mit Energie, sie kommen nicht so schnell in den Zustand der Überforderung und können besser arbeiten", erklärt Maier. Bei Muskelkater helfen auch Gels und pflanzliche Einreibungen, mit denen die Muskeln besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt werden. Ein Beispiel dafür ist die Beinwell-Salbe.

    Kein Ersatz fürs Training

    Beinwell hilft auch gegen Schmerzen und ist entzündungshemmend. Beim Einreiben kommt noch der Massage-Effekt dazu. Durchblutungsfördernde Gels und Salben sind für alle Muskeln gut. "Natürlich sollte das nicht als Ersatz für eine Vorbereitung auf den Sport sein. Zu starke Beanspruchung der Muskeln belastet die Gelenke, deshalb ist Training wichtig, um den Körper muskulär zu stützen", sagt Peter Maier. Sein Tipp: Am Abend vor dem Sport kohlenhydratreich essen und vor der Aktivität unbedingt aufwärmen. Das verringere das Verletzungsrisiko.

    Sind die Knie nach einem Skitag dennoch geschwollen und warm, helfen nicht nur durchblutungsfördernde, sondern zusätzlich leicht blutverdünnende Gels (Heparine). "Gels haben außerdem einen kühlenden Effekt, weil sie viel Wasser enthalten", erklärt Maier.

    Bei Schwellungen, wenn Wärme entstanden ist, wird noch am selben Tag der sportlichen Betätigung gekühlt, da kommen Gels oder auch Kühlpads in Einsatz. Wärme verwendet man später und zur Regeneration: "Dabei helfen Salben mit Pfeffer- und Chili-Extrakten, keine Gels, sondern vielmehr dicke Cremen oder Salben", sagt der Apotheker.

    Hat man sich etwa den Daumen leicht verstaucht, sollte er sofort gekühlt werden: "Beim Skifahren mit Schnee oder auch Eisspray."

    Druckstellen am Schienbein können vorkommen, "behandelt werden sie eher nicht. Stattdessen sollte man auf gutes Material achten", rät Peter Maier.

    Nicht vergessen sollte man die starke UV-Strahlung in den Bergen. "Im Winter ist die Haut nicht so sehr an die Sonne gewöhnt, sie ist blass, dünner und es gibt kaum schützenden Schweiß", erklärt Maier. Sonne und Kälte beanspruchen die Haut sehr. "Deshalb sollte man Cremen mit UV-Blockern verwenden, besonders wenn man in höheren Höhen unterwegs ist." Die Salbe habe meist eine dick-weiße Konsistenz und beinhalte auch den Kälteschutz. Die Haut atmet im Winter weniger, deshalb verspürt man auch weniger Durst. "Dennoch braucht man beim Sport viel Flüssigkeit, und man braucht Elektrolyte, weil sonst die muskuläre Aktivität sinkt." Alkohol sollte man auf der Piste vermeiden, alkoholfreies Bier wäre dagegen ideal.

    Apotheke für die Piste

    In eine gute Reiseapotheke für den Skiurlaub gehören laut Maier nicht nur Grippemedikamente, Desinfektionsmittel, Pflaster und eine Splitterpinzette, sondern auch durchblutungsfördernde Sportgels und eventuell Bäder für die Regeneration. "Auf der Piste habe ich immer eine Notfalldecke und ein Dreieckstuch dabei."

    Claudia Riedler, 14.02.2018, 00:04 Uhr

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