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    Schönheit zum Schlucken

    Schönheit zum Schlucken

    Nicht nur die Nahrung, sondern auch bestimmte Substanzen können Haut, Haaren und Nägeln gut tun. Eine Apothekerin gibt Tipps.

    Wahre Schönheit kommt von innen. Das Sprichwort bezieht sich zwar auf den Charakter des Menschen; doch auch durch die richtige Nahrung und durch Ergänzungsmittel kann jeder etwas für glatte Haut, feste Nägel und dichtes Haar machen. Was wirklich hilft, erklärt Monika Aichberger, stellvertretende Apothekerkammerpräsidentin in Oberösterreich.
     

    Hyaluron: Der natürliche Feuchthaltestoff ist in der Haut enthalten, und auch der Glaskörper des Auges besteht aus der Substanz. Sie kann äußerlich und innerlich angewendet werden. Bei der innerlichen Anwendung von Hyaluronsäure berichten viele von einem dichteren Hautgefühl. Auch der Knorpel profitiert von dem Stoff.

    Biotin: Das Vitamin H hat eine wichtige Funktion beim Stoffwechsel von Haut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt bei brüchigen Haaren und Nägeln, "man muss das Präparat aber mindestens drei Monate lang einnehmen, bevor man eine Wirkung sieht", sagt Aichberger.

    Zink: Ein Mangel an dem Spurenelement, das zum Beispiel in Getreide vorkommt, führt zu trockener, schuppiger Haut. Auch die Mundwinkel können einreißen. Zink dient im Körper als Katalysator. Bei allen Spurenelementen gilt es aber, vor der Gabe einen Mangel nachzuweisen und die Therapie mit dem Arzt zu besprechen.

    Eisen: Über einen Mangel gibt ein Blutbild Auskunft. Wer einen starken Eisenmangel hat, leidet oft unter Haarausfall. Die Dosierung von Eisen muss der Arzt festlegen.

    Bambus: Das Extrakt der biegsamen Pflanze hat einen hohen Gehalt an Kieselsäure. Diese hilft bei Bindegewebsschwäche.

    Antioxidantien: Alles, was in roten Beeren, Weintrauben und Früchten enthalten ist, hilft beim Abbau von Radikalen im Körper. Wirkt die Haut müde, so sind oft eben diese Radikale verantwortlich. "Denn die Haut ist das größte Ausscheidungs- und Stoffwechselorgan des Körpers", erklärt die Apothekerin.

    Fettsäuren: Sind sie ungesättigt und essentiell, so helfen sie Entzündungen im Körper zu bekämpfen. So wirkt etwa Nachtkerzenöl bei Neurodermitis gegen raue Haut. Auch Omega-Fettsäuren können in der kalten Jahreszeit eine gute Ergänzung sein.

    Elastan, Collagen: "Es gibt keine validen Daten, ob diese beiden Substanzen der Schönheit wirklich dienen, wenn sie eingenommen werden", sagt Aichberger. Es sei dadurch aber kein Schaden zu erwarten, da große Teile unserer tieferliegenden Hautschichten aus diesen Fasern bestehen.

    Gesunde Ernährung: Obst, Gemüse, Getreide, Fisch und viel Wasser. Eine ausgewogene Ernährung, möglichst saisonal, regional und biologisch produziert, unterstützt die Schönheit.

    Dietlind Hebestreit, 10.01.2018, 00:04 Uhr

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