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    Rheuma kann jeden treffen

    Rheuma kann jeden treffen

    Die OÖNachrichten-Gesundheitstour kommt mit dem Thema Rheuma morgen, Donnerstag, 12. April, um 18 Uhr ins Landeskrankenhaus Freistadt.

    Rheumatische Beschwerden sind ein Volksleiden. Es gibt mehr als 100 verschiedene Erkrankungsbilder. Sogar Kinder können von dem schmerzhaften Leiden betroffen sein. Bei der OÖNachrichten-Gesundheitstour, die morgen im Landeskrankenhaus Freistadt Station macht, werden Primar Norbert Fritsch und Rheumatologin Oberärztin Gertraud Lang alle Fragen zum Thema beantworten.
     

    1. Rheuma kann auch Kinder im Vorschulalter treffen. Stimmt es, dass sich kindliches Rheuma quasi auswachsen kann?

      Norbert Fritsch, Gertraud Lang: Es gibt verschiedene Typen von jugendlichem Rheuma. Beim Typ eins zum Beispiel, der hauptsächlich Mädchen im Vorschulalter trifft, sind 80 Prozent nach der Pubertät beschwerdefrei.
    2. Sollten Betroffene Sport machen oder sich körperlich schonen?

      Es ist jedem Rheumapatienten dringend anzuraten, sich sportlich zu betätigen. Viele Funktionseinschränkungen, die Rheuma mit sich bringt, werden durch Sport eindeutig besser. Außerdem wirkt Bewegung auch positiv auf die Psyche und das ist für Rheumapatienten immens wichtig, weil viele durch die Schmerzen ein eingeschränktes Leben haben, das zu Isolation und oft auch zu Depressionen führt.
    3. Welcher Sport ist empfehlenswert?

      Jeder muss das finden, was ihm guttut. Ideal ist sicherlich eine Mischung aus Ausdauer und Kraft. Schwimmen und Aquagymnastik gelten als ideal.
    4. Bringt eine Ernährungsumstellung bei dieser Erkrankung etwas?

      Es gibt keine spezielle Rheuma-Diät, es gibt aber verschiedene Studien, die besagen, dass gewisse Ernährungsformen einen positiven Einfluss auf die Schmerzen haben. Rheumapatienten sollten jedenfalls tierische Fette meiden. Fisch statt Fleisch sollte die Devise sein.
    5. Stimmt es, dass sich Rheuma auch auf der Haut zeigen kann?

      Ja, bei vielen rheumatischen Erkrankungen gibt es auch Hautreaktionen, zum Beispiel Knoten, die sich auf den Gelenken bilden. Es können sich aber auch Gefäße entzünden. Beim Lupus erythematodes wird die Haut extrem lichtempfindlich und es kommt zu Rötungen auf der Nase und auch auf den Wangen. Auch die Schuppenflechte ist eigentlich keine Haut-, sondern eine rheumatische Erkrankung, die auch die Gelenke betreffen kann.

    Gesundheitstour am 12. April in Freistadt

    „Rheuma“: Morgen, am Donnerstag, 12. April, dreht sich im Landeskrankenhaus Freistadt ab 18 Uhr alles um das Thema rheumatische Erkrankungen – von der oftmals langwierigen Diagnose bis hin zu den neuesten Behandlungsmöglichkeiten, die eine Linderung der Beschwerden versprechen.

    Die Experten: Primar Norbert Fritsch, Rheumatologin und Oberärztin Gertraud Lang und UNIQA-Vitalcoach Martin Denk werden alle Fragen rund um die Krankheit mit den vielfältigen Erscheinungsformen beantworten.
    Sportwissenschafter Martin Denk wird Übungen vorzeigen, die schmerzfreie Bewegung ins Leben bringen können. Denn Sport ist imstande, die Beschwerden zu lindern und die Psyche aufzuhellen.

    Eintritt frei: Nach dem Gesundheits-Talk der Experten am Podium im Landeskrankenhaus Freistadt gibt es die Möglichkeit, persönliche Fragen zu stellen.
    Gesunde Jause: Nach der Veranstaltung gibt es für alle Besucher eine gesunde Jause der Spitalsküche.

     

    Barbara Rohrhofer, 11.04.2018, 00:04 Uhr

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