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    Neue moderne Motorikparks in Oberösterreich geplant

    LINZ. Oberösterreicher - und hier vor allem auch Kinder und Jugendlichen - bewegen sich zu wenig, hat eine Imas-Umfrage im Vorjahr gezeigt. Um das zu ändern, hat das Land nun unter anderem die Errichtung von zehn Motorikparks beschlossen.

    “Dabei handelt es sich um ein völlig neuartiges Konzept eines Fitnessparcours in der freien Natur, bei dem nicht nur Spaß an der Bewegung vermittelt sondern auch noch Motorik, Geschicklichkeit, Kraft und vieles mehr trainiert wird“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter und Sportreferent Michael Strugl bei der Präsentation der Pläne.

    „Diese Bewegungsparadiese sind zudem längst nicht nur für Kinder gedacht, sondern für fast alle Altersklassen geeignet - für Schulklassen, Vereine und Familien genauso wie für Senioren“.

    Das Konzept wurde von Sportwissenschafter Roland Werthner 2002 erfunden und seither von der Motorik Dreams GmbH ständig weiterentwickelt. „Motorik, so wie wir sie verstehen umfasst fünf Trainingsbereiche: Koordination, Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit, so der Experte. „Wir haben dafür bisher etwa 40 Stationsgruppen mit annähernd 500 Gerätevariationen entwickelt. Jeder Motorikpark wird üblicherweise aus diesem Repertoire - abhängig von den Geländevorgaben und den jeweiligen Zielsetzungen - individuell - zusammengestellt.“

    Laut Sportreferent Stugl soll in den nächsten zehn Jahren jährlich mindestens ein Motorikpark entstehen, den es in drei Größen geben wird: Geplant sind zwei Motorikparks mit „landes- beziehungsweise bundesweiter Bedeutung“, wie es heißt. Weiters soll es drei bis vier dieser Parks mit „überregionaler Bedeutung“ und vier bis sechs kleinere mit „regionaler Bedeutung“ geben.

    Die Kosten belaufen sich bei den großen Parks auf je 600.000 Euro, für die mittleren werden 300.000, für die kleineren 150.000 Euro veranschlagt. Das Land steuert 50 Prozent der Errichtungskosten bei, den Rest - sowie auch das Grundstück soll von den Gemeinden kommen. „Und das Interesse der Kommunen ist groß“, sagt Michael Strugl.

    Drei Standorte wurden bisher fixiert: So soll in der Gemeinde Ansfelden bis Sommer 2018 ein großer Park eröffnet werden, ein mittlerer ist in Braunau und ein kleinerer in der Gemeinde Andorf im Bezirk Schärding geplant. Für alle weiteren wurden bislang lediglich die Regionen festgelegt: So soll ein zweiter großer Park im Salzkammergut entstehen, je ein mittlerer im Großraum Wels und nördlich von Linz und kleinere im Bereich Perg, Steyr, Gmunden und im Linzer Zentralraum.     

    Valerie Hader, 18.04.2017, 14:14 Uhr

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