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    nasenrekonstruktion

    Neue Nase nach Krebs

    Die plastischen Chirurgen des Ordensspitals Barmherzige Schwestern in Linz "schenkten" einem Krebspatienten mit einer Nase ein neues Leben.

    Seit 30 Jahren gibt es die Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie im Ordensklinikum Barmherzige Schwestern in Linz.  „Unser Spektrum reicht vom Brustaufbau nach Teil- oder Vollamputation, über die Wiederherstellung von Augenlidern, mund- und gesichtschirurgischen Eingriffen, Deckung großer Haut- und Muskeldefekte bis hin zum Beckenboden“, sagt Primar Thomas Hintringer.

    Neben der funktionalen Rekonstruktion ist auch die ästhetische Wiederherstellung ein umfangreiches Aufgabengebiet. Haut,- Gewebe und Muskeltransplantationen kombiniert mit modernster Narben- und Laserchirurgie ermöglichen in vielen Fällen sehr ansprechende Ergebnisse und geben den Patienten ihren Lebensmut zurück.

    Insbesondere im Gesicht, in sichtbaren Körperbereichen und bei der weiblichen Brust kann damit den betroffenen Patientinnen und Patienten auch ihr Selbstwertgefühl nach schweren krebsbedingten Eingriffen gestärkt werden.

    Ein österreichweit besonders spektakulärer Eingriff half beispielsweise einem 58-jährigen Patienten, dessen gesamte Nase infolge eines aggressiven Tumors amputiert werden musste. „Wir haben aus einem Rippenknorpel auf der Stirn eine Nase geformt. Diese wuchs mit der Stirnhaut zusammen und wurde schließlich quasi nach unten geklappt und auf jene Stelle gesetzt, auf der früher die Nase war“, Oberärtzin  Andrea Oßberger, die gemeinsam mit Primar Hintringer den Eingriff vorgenommen hat. Heute lebt der Patient ein normales Leben, geht arbeiten und fährt auf Urlaub. „Jenen, die meine Narben sehen, meinen, ich hätte einen Unfall gehabt....“

    Barbara Rohrhofer, 18.04.2017, 13:56 Uhr

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