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    Menschliche Eizellen im Labor zur Reife gebracht

    Menschliche Eizellen im Labor zur Reife gebracht

    Erstmals haben Forscher menschliche Eizellen außerhalb des Körpers von einem frühen Stadium bis zur vollständigen Reife gebracht.

    Das Verfahren könnte Frauen eine Schwangerschaft erleichtern, die nach einer Krebstherapie auf natürliche Weise keine Kinder bekommen können, schrieben Mediziner von der Universität Edinburgh in der Zeitschrift "Molecular Human Reproduction". Vor allem Mädchen, die vor der Geschlechtsreife unter Krebs litten, könnte durch das neue Verfahren eine spätere Schwangerschaft ermöglicht werden. Unreife Eizellen könnten in einem frühen Stadium – und vor einer potenziell schädigenden Chemotherapie – entnommen werden, hieß es in der Mitteilung.

    Hoffnung für Krebspatientinnen

    Im Labor könnten die Zellen dann zur Reife gebracht und für eine spätere Befruchtung aufbewahrt werden. Bisher sei es zwar möglich, Patientinnen vor einer Krebstherapie einen Teil der Eierstöcke zu entnehmen und ihn später wieder einzusetzen, schrieb die Universität Edinburgh. Das berge aber das Risiko, dass der Krebs nach erfolgreicher Therapie wieder in den Körper zurückgebracht werde. Menschliche Eizellen sind bereits von Geburt an im Körper der Frau vorhanden, sie müssen aber erst heranreifen, bevor sie erfolgreich befruchtet werden können.

    Unabhängige Experten begrüßten die Ergebnisse der Studie als "wichtigen Durchbruch", warnten aber vor zu großen Erwartungen. Channa Jayasena vom Imperial College London mahnte, es könne noch Jahre dauern, bis die Erkenntnisse in einer Therapie münden.

    14.02.2018, 00:04 Uhr

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