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    "Mehr Hebammen braucht das Land"

    "Mehr Hebammen braucht das Land"

    In den vergangenen Jahren ist die Zahl an Geburten in Oberösterreich stark gestiegen - es mangelt an Hebammen.

    13.297 Babys kamen 2007 zur Welt, 2017 waren es 15.342. "Dadurch ist natürlich auch der Bedarf an Hebammen gestiegen, nur leider gab es hier keine Zuwächse", bedauerte Branko Novakovic vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ARGE Gesundheits-und Sozialberufe) gestern bei einer Pressekonferenz.

    Um auf den "akuten Mangel" an Hebammen aufmerksam zu machen, wendete sich Novakovic zusammen mit engagierten Hebammen und dem Betriebsratsvorsitzenden Helmut Freudenthaler vom Kepler Universitätsklinikum (KUK) gestern an die Öffentlichkeit. "Wir fordern die Schaffung zusätzlicher Stellen und zudem höhere Löhne für Hebammen", sagte Novakovic.

    Viel zu niedriger Lohn

    Professionelle Geburtshelferinnen in Niederösterreich und Salzburg würden um einiges mehr verdienen als ihre Berufskolleginnen in Oberösterreich. "Wir fordern, dass unsere Gehälter zumindest an jene von Kollegen im medizinisch-technischen Bereich angeglichen werden, die im dritten Jahr auf 2712 Euro eingestuft werden", so die Hebamme Ulrike Spinka. Dieser Lohn sei im Hinblick auf die große Verantwortung, die Frauen in diesem Beruf tragen, höchst angemessen.

    Die schlechte Bezahlung sei einer der Gründe für den Mangel an Hebammen im Land. Ein zweiter liege darin, dass es in der Vergangenheit zu wenige Ausbildungsplätze gegeben habe. "Erst ab Herbst 2018 wird jährlich eine Ausbildung starten", sagt Spinka.

    Im Linzer KUK sei der Mangel an Hebammen besonders drastisch. "Während sich die Zahl der betreuten Frauen von 2012 bis 2016 von 1631 auf 3025 fast verdoppelt hat, ist die Zahl der Hebammen mit 85 seit 2007 nicht gestiegen", prangert Freudenthaler an. Dies habe natürlich zur Folge, dass gebärende Frauen weit weniger gut betreut werden könnten. (gul)

    09.05.2018, 09:51 Uhr

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