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    Kleine Verletzungen im Urlaub selbst versorgen

    Kleine Verletzungen im Urlaub selbst versorgen

    Wer in den Urlaub fährt, sollte auch für kleine Notfälle vorsorgen. Wundmanager Dirk Weißgerber, der letzte Woche seine barrierefreie Praxis in Linz eröffnete (www.wundgesund.at) gibt Tipps:

    Reiseapotheke: Desinfizierendes Spray, sterile Kompressen, sterile Pflaster, Mullbinden und sterile Handschuhe sollten mit dabei sein.

    Frischluft: Alle Wunden – auch Schürfwunden – immer desinfizieren. Die Luft hilft bei der Heilung. Nur wenn die Wunde blutet, ist ein Pflaster notwendig.

    Krankenhaus: Zum Arzt muss man, wenn Schmerzen dazukommen, die Wunde geschwollen und rot ist und wenn Fieber auftritt.

    Salzwasser: Es brennt zwar in der Wunde, wenn man ins Meer geht; das kann die Heilung aber beschleunigen. Nach dem Bad immer desinfizieren!

    Chlorwasser: Die Chemie kann die Wundheilung hemmen und die Blutung fördern. Deshalb mit Wunden besser nicht ins Bad oder in den Pool. Wer sich nur kurz abkühlen möchte, kann sich aber mit einem Duschpflaster oder mit einer wasserfesten Folie behelfen, die über das Pflaster geklebt werden kann. Nach dem Baden einfach wieder abziehen. Im Schwimmbad sind auch Bakterien oft ein Problem.

    Sonne: Sie trocknet Wunden aus, das Narbengewebe kann dadurch dick werden. Wunden sollten aber immer feucht sein.

    Chronische Wunden: Wer trotzdem auf Urlaub fährt, sollte sich die Wundversorgung von einem Profi erklären lassen, steriles Verbandszeug und Handschuhe mit haben. Zum Baden einen Duschstrumpf überstülpen!

    nachrichten.at, 05.07.2017, 00:04 Uhr

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