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    Zehn Kilo weniger in drei Monaten: Ist "Intervallfasten" die ideale Diät?

    Ist "Intervallfasten" die ideale Diät?

    Deutschlands prominentester Arzt Eckart von Hirschhausen propagiert Essenspausen.

    Der deutsche Kabarettist und Mediziner Eckart von Hirschhausen, 50, hat geschafft, wovon viele träumen. Er hat in den vergangenen drei Monaten zehn Kilogramm abgespeckt. Sein erfolgreiches Abnehm-Konzept: Intervallfasten mit der Formel 16 zu 8. Was wie ein Mathematikbeispiel klingt, lässt sich relativ einfach erklären. "Intervallfasten ist keine Diät, sondern eine Art zu leben. Der Körper ist dafür gemacht, Essenspausen zu brauchen. Und wir haben in unserer aktuellen Lebensweise zu wenig Zeit, um aufgenommene Nahrung wieder abzubauen", erklärt Deutschlands prominentester Arzt in seiner neuen Zeitschrift "Hirschhausen Gesund Leben". Der Clou an der Methode: Man darf dabei so viel essen, wie man will – aber eben nur in festgelegten Intervallen.

    Blutfettwerte normalisiert

    Beispiel: Auf 16 Stunden, in denen man nichts isst, folgen acht Stunden, in denen man essen kann, was man möchte. Zwischen der letzten Mahlzeit des Tages und dem Frühstück sollten demnach 16 Stunden liegen. Wenn man um 20 Uhr jausnet, darf am nächsten Tag ab 12 Uhr wieder gegessen werden.

    "Wichtig ist es, seinen eigenen Rhythmus zu finden", sagt der Mediziner. "Der eine verzichtet lieber aufs Abendessen, der andere lieber aufs Frühstück. Hauptsache, man gibt dem Körper die Chance, Zucker und Fett abzubauen." Schnelle Erfolge seien schon innerhalb der ersten drei Tage spürbar. Nach drei Monaten hatten sich bei Eckart von Hirschhausen seine zuvor erhöhten Blutfettwerte normalisiert.

    Von der Idee des Intervallfastens hatte Hirschhausen schon vor Jahren gehört – und zwar von seinem oberösterreichischen Kabarettkollegen Bernhard Ludwig. "Er hat mit seinem Buch ,Morgen darf ich essen, was ich will‘ erklärt, was Sache ist. Die menschliche Willenskraft ist begrenzt, kaum jemand hat die Disziplin, sich ständig an irgendwelche Regeln und Vorschriften zu halten. Also konzentriere dich lieber darauf, für ein paar Stunden am Tag oder zwei Tage in der Woche deine Muster zu durchbrechen, was heißt, zwei Tage nichts zu essen und sich die kommenden Tage normal zu ernähren." Was man in den Essenspausen zu sich nehmen darf: kalorienfreie Getränke und schwarzen Kaffee.

    "Probieren Sie es aus"

    Die langen Pausen zwischen den Mahlzeiten tun dem Stoffwechsel offenbar gut, weil sie den natürlichen Essgewohnheiten des Homo sapiens entsprechen. In der Steinzeit war stundenlanges Fasten normal.

    Der Rat vom "erleichterten" Mediziner Hirschhausen: "Probieren Sie es aus. Für immer oder für ab und zu. Schaden können Sie sich nicht. Der potenzielle Gesundheitseffekt setzt schon bald ein. Wer fünf Prozent abnimmt, wird mit Schutz vor Diabetes und Fettleber belohnt."

    Ausführliche Infos zum Intervallfasten auf dem Portal meinbauch.net!

    Beliebteste Diäten

    Das Gesundheitsportal „MeinBauch.net“ hat die beliebtesten Diäten erhoben.
    1. Clean Eating (Ernährung aus vielseitigen, gesunden, unbehandelten Lebensmitteln)
    2. Detox-Diät: Entschlackungskur, die das Säure-Base-Gleichgewicht wieder herstellen soll.
    3. Low-Carb: Die Aufnahme von Kohlenhydraten wird drastisch reduziert.
    4. Weight Watchers: Das Konzept basiert auf einem Punktesystem.
    5. Ketogene Diät: Wenig Kohlenhydrate, dafür viel Fett und Proteine.
    6. Paleo-Diät, Steinzeiternährung genannt, basiert auf Gemüse, Früchten und Fleisch.
    7. Fasten: Heilfasten, Suppenfasten, Basenfasten. Die Kuren dauern bis zehn Tage.
    8. Intervallfasten

     

    Barbara Rohrhofer, 10.01.2018, 00:04 Uhr

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