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    Gute Fahrt in den Urlaub!

    Tipps gegen Reiseübelkeit, für die richtige Anwendung der Klimaanlage und für eine entspannte Fahrt.

    Mir ist schlecht." Diesen gefürchteten Satz werden im bevorstehenden Sommerreiseverkehr auch dieses Jahr zahlreiche Eltern zu hören bekommen. Zwei Drittel aller Menschen war im Auto irgendwann schon einmal schlecht, rund ein Drittel litt bereits an physischen Übelkeitssymptomen. Kinder und Jugendliche sind am schlimmsten betroffen, insbesondere, wenn sie Filme anschauen oder mit Videospielen beschäftigt sind. Eine von Ford in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass selbst Erwachsenen, die unterwegs auf Bildschirme starrten, nach durchschnittlich nur zehn Minuten übel wurde. Gähnen und schwitzen sind erste Warnzeichen für Reiseübelkeit im Auto. Ursache sind Fehlanpassungen im Gehirn, das Signale des Gleichgewichtssinns nicht korrekt mit denen des Auges in Einklang bringt. Babys werden zum Glück nicht krank.

    Blick auf die Straße

    Vorschläge zur Verringerung von Reiseübelkeit gibt Prof. Jelte Bos von der niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung:

    • Wem leicht schlecht wird, der sollte eher in der Mitte der Rücksitzbank oder vorzugsweise vorne im Auto sitzen, um die vorausliegende Straße besser sehen zu können.
    • Bildschirme hoch aufhängen, das verringert die Übelkeit.
    • Fahren Sie vorausschauend, vermeiden Sie plötzliches Bremsen, starke Beschleunigung und Schlaglöcher.
    • Lenken Sie ihre Mitfahrer ab, manchmal hilft schon gemeinsames Singen.
    • Um Übelkeit vorzubeugen, hilft Cola trinken und Ingwerkekse essen. Kaffee sollte vermieden werden.
    • Kopfstützen sollten korrekt eingestellt sein, um den Kopf so gut wie möglich in einer angenehmen Position zu halten.
    • Betätigen Sie die Klimaanlage oder öffnen Sie zwischendurch mal das Seitenfenster für frische Luft.
    • Apropos Klimaanlage: Wer diese im Auto falsch bedient, riskiert trotz warmer Temperaturen Husten und Schnupfen. "Wird die Temperatur im Innenraum zu stark abgesenkt, wirkt sich das auch auf den menschlichen Organismus aus. Erkältungen oder Kreislaufbeschwerden können die Folge sein", sagt ÖAMTC-Techniker Herbert Breitenfellner. Hier einige Tipps für die richtige Bedienung der Klimaanlage:
    • Ist das Fahrzeug vom Parken in der Sonne aufgeheizt, muss die heiße Luft so schnell wie möglich aus dem Auto. Daher Fenster und Türen öffnen.
    • Erst nach etwa drei Minuten, wenn die ärgste Hitze von selbst aus dem Fahrzeug entwichen ist, Motor starten und losfahren. Die Klimaanlage dabei auf niedrigste Temperatur einstellen und das Gebläse voll aufdrehen. Fenster und ein eventuell vorhandenes Schiebedach sollten geschlossen werden.
    • Durch Betätigung der "Umluft"-Taste wird die Luft im Wageninneren umgewälzt, was diese auch schneller abkühlen lässt.
    • Nach weiteren fünf Minuten sollte man die Funktion "Umluft" ausschalten. Ansonsten könnten sich die Scheiben beschlagen und die Luftqualität im Auto nimmt ab.
    • Die Temperatur sollte bis maximal fünf Grad unter der Außentemperatur eingestellt werden.
    • Bei Fahrzeugen mit einer Klimaanlage ohne Temperaturanzeige empfiehlt sich ein kleines Innen-/Außenthermometer, das sonnengeschützt am Armaturenbrett angebracht sein sollte.
    • Die Kühlluft soll nie direkt auf den Körper zielen. Die beste Dauerkühlung erreicht man über die Defrosterdüsen der Frontscheibe.
    • Klimaanlagen sind übrigens auch bei kalter Witterung und Regen praktisch: Sie entziehen Feuchtigkeit, beschlagene Scheiben werden in kurzer Zeit wieder frei.

    Dietlind Hebestreit, 05.07.2017, 00:04 Uhr

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