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    Gesunde Rezepte fürs ganze Jahr

    Gesunde Rezepte fürs ganze Jahr

    Studentinnen der Fachhochschule für Gesundheitsberufe haben ein Kochbuch schrieben. Darin finden sich viele gesunde Gerichte für "alle vier Jahreszeiten".

    Die Fastenzeit, in der sich einige beim Essen ein wenig zurückgehalten haben, ist vorbei und der Alltag kehrt wieder ein – auch bei den Essgewohnheiten. Eine kleine Anleitung, wie man auch nach Ostern ein wenig leichter und gesünder genießt, liefert das Kochbuch "Vier Jahreszeiten – gesund durchs Jahr", das Studenten des Linzer Studiengangs Diätologie der Fachhochschule für Gesundheitsberufe gemacht haben. Es enthält Rezepte für viele Klassiker unserer Küche und zeigt, wie man diese auf gesunde Art und Weise zubereiten kann. "Eine Vorgabe an die Schülerinnen war auch, dass die Gerichte unkompliziert sein müssen und auch von unerfahrenen Köchen leicht zubereitet werden können", erzählt Studiengangsleiterin Marianne Tammegger. "Wichtig war zudem, dass nicht zu viele Zutaten enthalten sind – und dass diese auch überall erhältlich sind."

    Herausgekommen ist ein Kochbuch für köstliche Gerichte für jede Jahreszeit und jede Gelegenheit – von der gefüllten Hühnerbrust bis zur Polentapizza, vom Spinatstrudel bis zum Linseneintopf, vom Strudelteig bis zu Topfennockerl mit Hollerröster. "Die gemeinsame Zubereitung und das schöne Anrichten der Speisen war den jungen Autorinnen ebenfalls besonders wichtig, "die Fotos haben wir deshalb alle selber gemacht", so Katrin Ebetshuber, eine der jungen Autorinnen.

    Buchtipp: Das Kochbuch "Gesund durchs Jahr" kann direkt über den Studiengang Diätologie erworben werden und kostet fünf Euro, Tel.: 050/344-22000 oder www.fh-gesundheitsberufe.at

    Zwei Leichte Rezepte für den Frühling

    • Bärlauch-Kartoffel-Auflauf:

    Zutaten (für 2): 300 g festkochende Kartoffeln, 1 Karotte, 1/2 Stange Lauch, Handvoll Bärlauch, 2 Eier, 4 EL Sauerrahm, etwas Milch, 1 TL Senf, 50 g Hartkäse, Muskat, Salz, Pfeffer, 1 TL Rapsöl

    Zubereitung: Kartoffeln und Karotte in dünne Scheiben schneiden, Lauch kleinschneiden, Bärlauchblätter fein hacken. Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Für den Überguss Eier, Sauerrahm, Milch verrühren, mit Senf, Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Feuerfeste Form mit Öl auspinseln, Kartoffeln und Gemüse schichtweise einfüllen, mit der Eiermischung begießen, Käse darüberstreuen, 40 Minuten backen.
     

    • Rhabarber-Topfen-Kuchen im Glas (für 4 Gläser)

    Zutaten: 2 Stangen Rhabarber (300 g), 3 TL Rapsöl, 2 EL Semmelbrösel, 3 EL geriebene Haselnusskerne, 2 Eier, 2 EL Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 100 g Vollkornmehl, 1 TL Backpulver, 150 g Joghurt (1% Fett), Salz

    Zubereitung: Backrohr auf 200 Grad vorheizen, Rhabarber waschen, putzen und in 1 cm dicke Stücke schneiden
    Vier Schraubgläser mit Öl auspinseln und mit den Semmelbröseln ausstreuen. Eier trennen, Dotter mit Vanillezucker, Mehl, Haselnüssen, Backpulver, Joghurt und restlichem Rapsöl verrühren. Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen und anschließend unter den Teig heben. Rhabarberstücke ebenfalls unterheben. Den Teig gleichmäßig in die Gläser füllen, sodass jedes Glas etwa zur Hälfte gefüllt ist. Gläser ohne Deckel auf mittlerer Schiene 20 Minuten backen, auskühlen lassen. Für einen Transport Gläser zuschrauben.

    3 Fragen an Marianne Tammegger

    Die Ernährungsexpertin leitet den Studiengang Diätologie der FH für Gesundheitsberufe. Sie spricht über neue Hausmannskost und „alte“ Essentrends.

    In dem Kochbuch Ihrer Studenten finden sich altbekannte Klassiker – komplett vegane oder etwa glutenfreie Gerichte sucht man aber vergeblich. Ist der Trend vorbei?
    Tammegger: Ich habe schon den Eindruck, dass der Hype bei diesen Ernährungsweisen ein wenig zurückgeht und die Menschen zu unserer guten alten Küche zurückkehren. Das ist auch ganz in Ordnung – zumal man ja immer noch nicht mit Sicherheit sagen kann, ob der Verzicht auf Gluten oder Laktose bei gesunden Menschen tatsächlich sinnvoll ist.

    Schnitzel, Schweinsbraten, Backhendl: Im Gegensatz zur Mittelmeerküche gilt unser Speiseplan aber nicht gerade als der gesündeste ...
    Zu Unrecht, denn auch unsere Küche hat viele gesunde Gerichte. Und wenn man ein paar Dinge beachtet, ist sie nicht nur gesund, sondern sogar durchaus leicht und figurfreundlich.

    Und was wären Ihre Expertentipps für „Hausmannskost light“ sozusagen?
    Verwenden sie hochwertige Öle und Fette und sparen Sie bei den Kalorienbomben wie Butter und Obers. Und bringen sie mehr Gemüse auf den Tisch – auch ein Schnitzel ist vollkommen in Ordnung, sofern die Fleischportion klein ist und es viel Gemüse dazu gibt. Oder zum Beispiel auch Nudeln – die sind in der Vollkornvariante gleich viel gesünder.

     

     

    Valerie Hader, 19.04.2017, 00:04 Uhr

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