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    Forscher: "Bumerang-Kinder" stressen die Eltern

    Forscher: "Bumerang-Kinder" stressen die Eltern

    Ziehen erwachsene Kinder wieder nach Hause, müssen Mütter und Väter erneut viele Freiheiten aufgeben.

    Sind die Kinder ausgezogen, beginnt für viele Eltern ein neuer Lebensabschnitt, in dem sie lang Aufgeschobenes endlich verwirklichen können. Kommt der Nachwuchs aber wie ein Bumerang zurück, schränkt das die Lebensqualität der Eltern signifikant ein, fanden britische Forscher in einer Studie heraus, für die auch Österreicher befragt wurden. Sie erschien im Fachblatt "Social Science and Medicine".

    Diese erwachsenen "Bumerang-Kinder" lösen bei ihren Vätern und Müttern Stress aus und verursachen oft Konflikte, erklärt Marco Tosi von der London School of Economics. Laut ihrer Umfrage in 17 Ländern Europas inklusive Österreich verlieren die Eltern durch den wieder einziehenden Nachwuchs an Kontrolle über ihr eigenes Leben, Autonomie, Vergnügen und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung.

    "Die Eltern genießen ihre Unabhängigkeit, wenn die Kinder ausgezogen sind, und das Wiederfüllen eines leeren ,Nests‘ kann als Entweihung dieses Lebensabschnitts angesehen werden", heißt es. Dies passiere aber nur, wenn schon sämtliche Kinder flügge sind und das Nest leer ist. Gibt es im elterlichen Refugium noch ein Nesthäkchen, fällt ein zusätzlicher Heimkehrer offensichtlich nicht weiter ins Gewicht. Die Kinder, die nach Hause zurückkehren, flüchteten sich meist etwa nach einer Scheidung oder Arbeitsplatzverlust zurück ins elterliche Heim. Solche negativen Ereignisse verschlimmern zudem das Unwohlbefinden der alten Herrschaften über das Eindringen in ihren nunmehr freier geglaubten Alltag, so die Forscher.

    14.03.2018, 00:04 Uhr

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