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    Bluttest zeigt frühzeitig Risiko für Alzheimer an

    Bluttest zeigt frühzeitig Risiko für Alzheimer an

    Ein neu entwickelter Bluttest kann nach Angaben von Wissenschaftern Jahre vor der Diagnose auf eine Alzheimererkrankung hinweisen.

    Dies ergaben Langzeituntersuchungen von Forschern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Bis heute gibt es keine wirksame Therapie gegen Alzheimerdemenz. Das liegt Experten zufolge vor allem daran, dass die Krankheit erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird – wenn die charakteristischen Symptome wie Vergesslichkeit bereits vorliegen. Die zugrunde liegenden Gehirnschädigungen sind dann aber schon weit fortgeschritten und irreversibel.

    Endlich Hoffnung?

    Wie Hermann Brenner von der DKFZ erklärt, könnten Medikamente, die derzeit erprobt werden, "das Fortschreiten der Krankheit aufhalten, wenn sie in diesem frühen Stadium angewandt würden".

    Den Angaben zufolge identifizierte der Bluttest in 70 Prozent der Fälle diejenigen Probanden, bei denen sich später tatsächlich eine Alzheimerdemenz entwickelte. Bei neun Prozent lieferte der Test allerdings fälschlicherweise ein positives Ergebnis, obwohl die Teilnehmer gesund blieben. Wissenschaftler nennen so ein Testergebnis "falsch positiv". "Momentan ist der Test wegen der falsch positiven Ergebnisse noch nicht zur alleinigen Frühdiagnose von Alzheimer geeignet", erläuterte Klaus Gerwert von der RUB. Aber er eröffne die Möglichkeit, einfach und kostengünstig jene Personen herauszufiltern, die sich dann einer weiterführenden teuren und invasiven Diagnose unterziehen sollten, die ein falsch positives Ergebnis ausschließen könne.

    11.04.2018, 00:04 Uhr

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