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    Allerweltskräuter für die erste Hilfe beim Wandern

    Die Natur hält jede Menge Heilkräuter für verschiedene Wehwehchen parat, die sich bei Ausflügen in die Natur als hilfreich erweisen können. Die Pflanzen-Expertin Coco Burckhardt stellt einige davon vor.

    Man wünscht es sich nicht, aber manchmal kann man es nicht verhindern: Bei Wanderungen oder Spaziergängen sticht eine Biene zu oder man stolpert über eine Wurzel und schlägt sich das Knie auf. In solchen Fällen ist es hilfreich, wenn man sich in der Pflanzenwelt auskennt. Denn so manche wild wachsende Blume am Wegesrand hat ungeahnte Heilkräfte. "Aus vielen von ihnen lässt sich ruckzuck eine natürliche und sanfte Medizin herstellen", sagt Coco Burckhardt. Die Pflanzen-Expertin hat sich viele Jahre mit den Heilkräften von Wildpflanzen beschäftigt, nun hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie die Wirkungsweise und die Anwendung von 35 Gewächsen für die Erste-Hilfe unterwegs beschreibt.

    Viele Pflanzen sollen laut Burckhardt vor der Anwendung zerkaut werden, "denn unser Speichel enthält Inhaltsstoffe, die die Wundheilung zusätzlich fördern." Zudem würden Enzyme im Speichel die Verfügbarkeit der Pflanzeninhaltstoffe steigern.

    Wichtig ist es der Pflanzen-Expertin, dass man nicht jede Blume, die am Wegesrand steht, einfach abreißen soll. Sie empfiehlt folgende Regeln zu beachten:

    • Pflanzen in Naturschutzgebieten stehen lassen.
    • Nicht auf konventionell bewirtschafteten Wiesen oder Ackerstreifen ernten.
    • An Hunde-Gassi-Wegen und viel befahrenen Straßen möglichst nichts ernten.
    • Am besten auf Brachwiesen, an Bachufern und am Waldrand Pflanzen pflücken.
    • Nicht zu viele Pflanzen einer Sorte auf einmal abernten.
    • Nur gesunde Pflanzen verwenden. Wenn sie von Mehltau, Läusen oder anderen Krankheiten und Schädlingen befallen sind, sollte man lieber die Hände davon lassen.

    Buchtipp: "Erste Hilfe mit frischen Wildpflanzen" von Coco Burckhardt (Ulmer Verlag; 10,20 Euro)

    Ulrike Griessl, 05.07.2017, 00:04 Uhr

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