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    Akuter Blinddarm muss nicht sofort operiert werden

    Bei Kindern muss eine Blinddarmentzündung nicht mehr automatisch sofort operiert werden.

    Die kleinen Patienten könnten zunächst mit Antibiotika behandelt werden. Diese Neuigkeit teilte die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) gestern mit.

    Antibiotika sollen helfen, schwere Komplikationen zu vermeiden, eine Operation sicherer zu machen oder eventuell zu verhindern, erklärte DGCH-Präsident Jörg Fuchs. Eingriffe wegen Blinddarmentzündungen gehören zu den häufigsten Operationen überhaupt.

    Noch bis vor wenigen Jahren drängten Ärzte schon beim Verdacht auf Blinddarmentzündung auf einen schnellen Eingriff – aus Angst vor einem Blinddarmdurchbruch, der als lebensgefährlich gilt. Allerdings gab es darunter auch unnötige OPs, in denen sich der Blinddarm als gar nicht entzündet herausstellte. Eine schwedische Studie brachte ein Umdenken in Gang: Sie habe gezeigt, dass es möglich ist, Blinddarmentzündungen bei Kindern nur mit Antibiotika – die seit langem ohnehin begleitend zur OP gegeben werden – sicher zu behandeln.

    12.04.2018, 00:04 Uhr

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