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    So starten wir in den Gartenfrühling

    Jetzt heißt es: Raus in den Garten, Bäume und Sträucher schneiden und pflanzen, was das Zeug hält! Hier sind die sieben wichtigsten Tipps zum Start der Gartensaison vom OÖN-Pflanzenexperten Karl Ploberger.

    Achtung Terminänderung! OÖN-Sprechstunde

    Karl Ploberger beantwortet am Dienstag, 7. März, von 11 bis 12 Uhr, am OÖN-Telefon alle Fragen zu Gartenthemen. Anders als urprünglich geplant, findet die Sprechstunde nicht am 8. sondern bereits am 7. März statt.
     

    1. Frühjahrsblüher

    Ob ein kleines Blumenkisterl oder eine Schale – jetzt kann man mit den Mininarzissen, Tulpen, Krokussen, Stiefmütterchen und natürlich den bunten Primeln rasch Frühlingsstimmung auf den Balkon, die Fensterbank oder vor die Haustür zaubern.
    Ist es sehr kalt, mit Vlies oder ein paar Bögen Zeitungspapier abdecken. Auch auf Balkon, Terrasse oder im Garten lassen sich im Handumdrehen Farbkleckse pflanzen.

    2. Kübelpflanzen checken

    Die ärmsten unter den Pflanzen leiden nun schon viele Wochen im Überwinterungsquartier. Daher – wann immer es möglich ist – Fenster und Türen öffnen und frische Luft hereinlassen. Pflanzen durchputzen und alle braunen und vertrockneten Blätter entfernen. Mit Biomitteln Blattläuse & Co. bekämpfen. Oleander, Hanfpalme, Lorbeer und Olive können (je nach Lage und Witterung) im April ins Freie geholt werden. Vlies als Schutz bereit halten.

    3. Frühbeet aktivieren

    Wer solche Beete besitzt, der startet bereits in den aktiven Teil des Gartelns. Erde zuerst verbessern, in dem man Kompost oder Bio-Erde oberflächlich einarbeitet. Ein wenig organischen Dünger dazu und mit warmem Wasser angießen. Zwei, drei Sonnentage lang die Fenster geschlossen halten und dann Salat, Kohlrabi und Radieschen pflanzen oder säen.

    4. Vorziehen auf der Fensterbank

    Was wären die Wohnungen der Gartenliebhaber ohne die Fensterbänke, die sich nun wieder mit Töpfen und Joghurtbechern füllen. Darin wachsen die Kinder des Gartens. Chili und Paprika sind die ersten, dann folgen Tomaten und zuletzt kommen noch die vielen bunten Sommerblumen, die Farbe ins Genussleben bringen. Auch Kräuter dürfen nicht fehlen: Schnittlauch steht nun ganz hoch im Kurs, denn diese Vitamine schmecken am Butterbrot vorzüglich.

    5. Erste Kontrollgänge im Garten

    Es ist ja immer spannend, wenn man unter dem letzten Herbstlaub die Schneeglöckchen, Winterlinge und Blausternchen "sucht". Zu dicke Laubschichten ein wenig lockern, damit die Blumenzwiebel und andere Stauden nicht erstickt werden. Unkräuter, die man jetzt erspäht, gleich beseitigen, denn nun haben sie wenig Wurzeln. Wühlmaushaufen und Maulwurfhügel mit Rechen verteilen. Sind keine Blumenzwiebel gepflanzt, mit einer 500-Kilo-Walze den Rasen "glätten". Wichtig: Beete erst betreten, wenn sie abgetrocknet sind.

    6. Nichts übereilen

    Nutzen wir die Tage zum Obstbaum- und Gehölzschneiden. Bereiten wir gute Pflanzerde vor – entweder aus Kompost oder einer qualitativ hochwertigen Packungserde – und freuen wir uns am ersten Grün.

    7. Blumenkisterl und Töpfe reinigen

    Sonnige Tage, an denen der Arbeitseifer nicht zu bremsen ist, kann man zum Reinigen der Töpfe und Blumenkisterl nutzen. Kalk beseitigt man mit Essigwasser, evtl. Pilzerreger wäscht man am besten mit EM (Effektiven Mikroorganismen) ab. Ich misch da auch noch Backpulver dazu, denn das hat mir letztes Jahr auch beim Mehltaubekämpfen hervorragend geholfen.




    Telefon-Sprechstunde: Wann soll ich die Bäume und Sträucher schneiden? Ist jetzt schon Zeit fürs Vertikutieren und Düngen? Was kann ich jetzt schon ansäen? Zum Auftakt der Gartensaison laden wir alle interessierten Leserinnen und Leser wieder zu einer OÖN-Sprechstunde ein: Karl Ploberger beantwortet am Dienstag, 7. März, von 11 bis 12 Uhr, am OÖN-Telefon alle Fragen zu Gartenthemen. Sie erreichen den ORF-Biogärtner in dieser Zeit unter der Telefonnummer 0732 / 78 32 91.

    Buchtipp: "365 Gartenfragen – Antworten für intelligente Faule", (OÖNachrichten und AV-Verlag) erhältlich um 19,90 Euro. Zu bestellen unter 0732/7805/303. Bei Versand werden 3,60 Euro Kostenbeitrag verrechnet.
     

    Ein strahlender Frühlingsbote

    Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist gemeinsam mit den Schneeglöckchen einer der ersten Frühlingsboten. Sein Name verrät bereits, dass er zu den Frühstartern gehört. Durch seine strahlenden gelben Blüten mit den vielen Pollen ist er ein grandioser Nektarspender für Bienen und Hummeln.

    Die Winterlinge werden jetzt im Handel in kleinen Töpfchen angeboten, oder man pflanzt bereit im Herbst die trockenen Knollen. Dann sollte man sie allerdings unbedingt zuvor 24 Stunden in Wasser legen. Später säen sich die Winterlinge durch Samen aus, die aber ein Jahr in der Erde liegen und erst nach dem nächsten Winter keimen.

    Idealer Platz ist unter Gehölzen (Haselnuss, Flieder oder andere Büsche). Dort vermehren sie sich in kurzer Zeit willig und bilden dichte, gelbe Teppiche.

    Karl Ploberger, 03.03.2017, 00:05 Uhr

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