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    Natur im Garten

    Rosen "krönen" jeden Garten – ihre Schönheit braucht jede Menge Pflege

    Die Königin der Blumen mag viel Licht, den richtigen Schnitt und biologischen Dünger

    Rosen zählen weltweit zu den beliebtesten Kulturpflanzen. Seit Jahrhunderten werden sie in unzähligen Sorten gezüchtet. Ob als stolze Edelrose, als vielblütige Polyantharose, als Zwergrose oder als Kletter- und Strauchrose. Sollen die Rosen im eigenen Garten prächtig gedeihen, sollte man folgende Dinge beachten.

     

    Viel Sonne: Rosen benötigen unbedingt einen sonnigen Standort in luftiger Umgebung. Der Boden sollte tiefgründig sein, bei einem schweren Boden sollte etwas Sand beigefügt werden. Gut kompostierter Rindermist als Humuslieferant gehört ebenfalls ins Pflanzloch. Hornspäne sollten als Startdünger auch nicht fehlen. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, aber auch jetzt können Rosen werden.

    Richtiger Zeitpunkt: Sobald die Forsythie blüht – also jetzt (!) – beginnt der Rosen-Schnitt. Anschließend alle 14 Tage mit Brennessel-Jauche gießen und die Blätter häufig mit Schachtelhalmtee übersprühen, um Krankheiten zu verhindern.

    Schutz: Taucht Mehltau auf: Ein Teelöffel Backpulver auf einen Liter Wasser mit Effektiven Mikroorganismen mischen und damit die Pflanzen mehrmals übersprühen.

    Richtiger Schnitt: Edelrosen müssen stark geschnitten werden. Bei Strauchrosen hingegen sollte kein zu radikaler Rückschnitt erfolgen, weil dies auf Kosten der Blüten geht. Faustregel: Rückschnitt auf drei Augen (Knospen) des Vorjahres. Das oberste Auge muss außen liegen, im Inneren des Rosenbusches sollte darauf geachtet werden, dass Licht und Luft hineinkönnen. Das hilft Krankheiten zu vermeiden.

    Pflege: alles Verblühte abschneiden, aber auch hier "blattsparend" vorgehen und nur etwa zwei bis drei Blätter des alten Triebes abschneiden, denn die Blätter geben der Rose Kraft für neue Blüten. Doch aufpassen: Wildrosen und Historische Rosen blühen nur ein Mal. Hier bleiben die Blüten erhalten, denn die Hagebutten, die sich dann bilden sind ein wunderbarer Herbstschmuck.

    Düngen: Weiter düngen mit Brennnesseljauche, eventuell auch einem biologischen Langzeit-Rosendünger. Schachtelhalmtee weiter spritzen (gegen Pilzkrankheiten) und auf Schädlingsbefall achten. Ab Ende August nicht mehr düngen, damit die Pflanzen "ausreifen" und frostfest werden.

    Englische Träume: Einmal mehr lohnt es sich, beim Kauf von Rosen an das "Gartenland" England zu denken. Dort gelang nämlich dem Rosenzüchter David Austin eine großartige Züchtung: Die "Englischen Rosen" – sie sind eine Kreuzung zwischen den alten Rosen und den modernen Edelrosen. Der Vorteil: Die Blüten haben den Charme, den Duft und die Größe der alten Rosen, die Pflanzen sind aber so robust wie die modernen Rosen und blühen auch mehrmals im Jahr (die alten Rosen hatten meist nur eine Blüte im Juni).

    08.04.2017, 00:04 Uhr

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