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    Das 1 x 1 für einen gesunden Boden

    Das 1 x 1 für einen gesunden Boden

    Die wichtigste Grundlage für einen Erfolg im Garten ist ein gesunder, lebendiger Boden. Karl Ploberger hat die sieben goldenen Regeln für den Bodenschutz im Hausgarten.

    1. Boden niemals "nackt" liegen lassen

    Wer nach einem sommerlichen Gewitter die Bäche und Flüsse betrachtet, der sieht es klar: Was hier an brauner Brühe vorbeifließt, ist in den meisten Fällen wertvoller Boden. Je mehr die Erde der Witterung unbedeckt ausgesetzt wird, desto mehr wird durch Regen und Wind ausgewaschen oder verblasen. Daher: Erde immer mulchen – zum Beispiel mit Rasenschnitt.

    2. Erde "sanft" lockern

    Tiefgründiges Lockern des Bodens ist nur in ganz wenigen Phasen des Gartenbaus notwendig. Ist der Boden ausreichend mit Humus versorgt, genügt ein Lockern, ohne die Schollen zu wenden. Daher: Grabgabel einstechen und daran rütteln – das reicht.

    3. Nur biologisch düngen

    Mineralische Dünger (Kunstdünger) bauen das Bodenleben ab, vor allem dann, wenn sie im Übermaß eingesetzt werden. Die Erde verdichtet sich und die Milliarden von Mikroorganismen in den obersten 20 bis 30 Zentimetern gehen zugrunde. Daher: Kompost und vor allem organische Dünger ("Bio-Dünger") verwenden.

    4. Gründüngungspflanzen setzen

    In der Natur gibt es keine nackte oder unbewachsene Erde. Entweder liegt Laub auf dem Boden – wie im Wald – oder es kommt sofort zu einem Bewuchs. Daher: unbenutzte Beete immer mit sogenannten Gründüngungspflanzen (Bienenfreund, Gelbsenf, Ölrettich) bebauen.

    5. Monokulturen vermeiden

    Ob eine große "englische" Rasenfläche oder eine Hangbepflanzung mit Cotoneaster – Monokulturen gibt es in der Natur nicht. Vielfalt schafft Gesundheit. Daher: Wo immer die Möglichkeit ist, artenreiche Blumenwiesen ansäen und Beete bunt bepflanzen. Da gibt es dann auch buntes Leben unter der Erde.

    6. Keinen Torf verwenden

    Jahrzehnte glaubte man im Gartenbau, dass Torf der einzige Stoff ist, den man für die Kultur von Pflanzen verwenden kann. Dass dabei extrem wertvoller Lebensraum zerstört wird, wurde nicht bedacht. Daher: Packungserde immer "torffrei" kaufen, das ist der wirkungsvollste Schutz für Moorlandschaften – für ganz einzigartige Böden.

    7. Böden nicht versiegeln

    Auch im eigenen Bereich kann man viel für "offene" Boden tun, denn jeder asphaltierte, betonierte oder wasserdicht gepflasterte Weg zerstört letztlich ein paar Quadratmeter Lebensraum. Daher: Pflaster immer in Sand verlegen. Nebenwege mit wassergebundenen Oberflächen (Sand) befestigen. Gartenwege nur mit Mulch bedecken.

     

    Das ist jetzt tun tun

    Trotz der wieder kälteren Witterung gewinnt das Gartenjahr an Fahrt. Noch sind wir im Erstfrühling (Forsythienblüte), aber der Flieder und die Apfelbäume geben Vollgas. Blühen sie auf, dann beginnt der Vollfrühling. Und das ist jetzt zu tun:

    Im Garten: Rasen düngen, nach dem Mähen wird vertikutiert und mit Quarzsand abgesandet. Salate, Kohlrabi, Radieschen und Karotten können im Freien nun problemlos angebaut beziehungsweise gepflanzt werden.

    Auf Balkon und Terrasse: Oleander, Lorbeer, Olive. Hanfpalme und die Kamelien stehen bereits im Freien. Gut gießen und erstmals mit Biodünger versorgen.

    Im Zimmer: Umtopfen fortsetzen, düngen nicht vergessen. Und vorsichtig Gießen: Wohnungen werden weniger geheizt, deshalb muss man weniger oft gießen.

    Karl Ploberger, 14.04.2017, 00:04 Uhr

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