• Motornachrichten
    Mit Vollgas Richtung autonomes Fahren

    Mit Vollgas Richtung autonomes Fahren

    SALZBURG. Mercedes stattet die neue S-Klasse mit vielen weiterentwickelten Assistenzsystemen aus – Ab Juli in Österreich.

    Die S-Klasse. Das ist nicht nur die exklusivste Baureihe der Schwaben, sondern traditionell auch der Technologieträger der Marke. Alles, was gut, teuer und zukunftsträchtig ist, findet sich in dem Modell wieder. Seit 2013 kurvt die aktuelle Baureihe übers Land, im Sommer folgt das Facelift-Modell, das jetzt auf der Autoshow in Shanghai erstmals im Scheinwerferlicht der Welt stand.

    "Die technische Weiterentwicklung führt Richtung autonomes Fahren", sagt der Sprecher vom Mercedes-Importeur Pappas, Bernhard Bauer, im OÖN-Gespräch. Was vorige Saison in der E-Klasse Einzug hielt, aktualisierten die Stuttgarter und verbauen die Assistenzsysteme nun in der neuen S-Klasse, die ab Ende Juli nach Österreich ausgeliefert wird.

    Abbremsen vor Kreuzungen

    Der Aktive Abstands-Assistent Distronic (Abstands-Tempomat) und der Aktive Lenk-Assistent werken auf der nächsten Stufe. In Kurven und vor Kreuzungen passt das System die Geschwindigkeit automatisch an. Sprich: Das Tempo wird wie von Geisterfuß reduziert.

    Ein starkes Stück Zukunft steckt im Road Surface Scan: Sensoren scannen das Umfeld vor dem Wagen und erkennen dabei Unebenheiten. Die S-Klasse reagiert im Millisekundenbereich und bügelt die Hindernisse glatt.

    Die Nacht zum Tag machen die Multibeam-LED-Scheinwerfer sowie das Ultra-Range-Fernlicht, sagt Mercedes. Der S-Klasse geht also ein neues, stärkeres Licht auf.

    Neben überarbeiteten Reihen-Sechsern (Diesel und Benzin) schickt Mercedes einen neuen V8-Biturbo-Benziner ins Rennen. Im S 560 4Matic leistet der Achtzylinder 469 PS bzw. 700 Nm und verbraucht 8,5 Liter Sprit. Um den Kraftstoffverbrauch zu senken, werden beim neuen V8 im Teillastbereich mit Hilfe der Ventilverstellung Camtronic vier Zylinder gleichzeitig abgeschaltet.

    Stärkster Pkw-Diesel

    Auf Seiten der Selbstzünder verbaut Mercedes den "stärksten Pkw-Diesel in der Konzerngeschichte": Der 350d produziert entweder 286 oder 340 PS bzw. 600 oder 700 Nm. Laut Werk verbrauchten die Triebwerke 5,5 bzw. 5,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Der neue Sechszylinder-Dieselmotor ist auf die Erfüllung der zukünftigen Emissionsgesetzgebung (RDE – Real Driving Emissions) ausgelegt. Alle für die effiziente Emissionsminderung relevanten Komponenten sind direkt am Motor verbaut.

    Erstmals kümmert sich die Energizing-Steuerung um den Komfort an Bord und regelt die Klimaanlage (einschließlich Beduftung) und die Sitze (Heizung, Belüftung, Massage), die Flächenheizung sowie Licht- (64 Farben) und Musikstimmungen. (heb)

     

    Mercedes Concept A Sedan

    Was steckt dahinter? Mercedes öffnete auf der Autoshow Shanghai den Vorhang ein wenig – mit dem Showcar „Concept A Sedan“. Ist’s die neue Kompaktklasse-Generation oder gar eine völlig neue Karosserievariante? Die Stuttgarter beantworteten diese Frage nicht. Nur soviel: Das Concept Car zeigte sich mit einem puristischen, flächenbetonten Design mit reduzierten Linien und Fugen. „Wir haben den Mut, diesen Purismus umzusetzen“, sagt Gorden Wagener, Chefdesigner der Daimler AG. „In Verbindung mit perfekten Proportionen in der Flächengestaltung hat die kommende Generation der Kompaktklasse das Potenzial, eine neue Designära einzuleiten.

     

    16.05.2017, 00:04 Uhr

    Mehr Motornachrichten
    Motornachrichten Übersicht
    Zurück Zum Seitenanfang