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    Der Ford Ka wächst, bremst aber vor der 10.000-Euro-Schallmauer ab

    Der Ford Ka wächst, bremst aber vor der 10.000-Euro-Schallmauer ab

    Der Kleine wird ein echter Fünfsitzer, der mit unkomplizierter Technik punktet.

    Was war das doch für ein Aufschrei, als Ford 1996 den Ka auf den Markt brachte. Klein, wendig und schräg. Kein Falz, völlig ebene Flächen. Und dann diese dreieckigen Scheinwerfer, die schnörkellose Front und die runde Gesamterscheinung! Was hatte sich Ford dabei nur gedacht?

    Viel, offensichtlich. Denn der kleine Kölner wurde ein Hit, der zwölf Jahre lang fast unverändert vom Band lief. Für ein Modell mehr als eine Ewigkeit. Erst 2009 brachte Ford den Nachfolger, der aber designtechnisch nur noch Spurenelemente von dem witzigen wie erfolgreichen Knirps enthielt.

    Plötzlich kommt das "+"

    Und jetzt? Jetzt kommt die dritte Generation, die außer dem Namen wohl nichts mehr mit dem spektakulären Urahn gemein hat. Obwohl: Selbst beim Namen hängten die Kölner noch den Zusatz "+" dran. Damit soll dokumentiert werden, dass der Ka für das Modelljahr 2017 entscheidend wuchs: von 3,54 auf 3,93 Meter Länge. Damit kurvt der Kleine, der sich zuvor noch eine Plattform mit dem Fiat 500 teilte, im nächsthöheren Segment herum. Und tritt statt gegen den VW up! und den Citroen C1 nun gegen den VW Polo und den Opel Corsa an. Da spielt dann nicht nur die Länge eine Rolle, sondern auch die Ausstattung.

    Der Ford Ka wächst, bremst aber vor der 10.000-Euro-Schallmauer ab

    Doch just in diesem Punkt sparten die Kölner. Offensichtlich ist der Einstiegspreis – inklusive Startbonus 9450 Euro, auf der Homepage ist bereits der reelle Preis von 9950 Euro ausgewiesen – wichtiger als beispielsweise die Konnektivität. Ford hat somit vor der magischen Schallmauer von 10.000 Euro bewusst abgebremst.

    Berganfahrhilfe inklusive

    Dem ESP stellte Ford eine Berganfahrhilfe zur Seite. Plus das IPS-Sicherheitssystem mit sechs Airbags. Das war’s dann aber auch. Und die Konnektivität (ab der Ausstattungsvariante Trend) beschränkt sich auf ein paar Funktionen wie MP3-Dateien abspielen, Sprachsteuerung, ein paar kompatible Smartphone-Apps, den programmierbaren MyKey-Zweitschlüssel etc. Nun ließe sich einflechten: Wer braucht schon Apple CarPlay und all den anderen Schnickschnack! Tatsächlich wäre interessant, wer die Angebote wirklich nutzt, eine entsprechende Studie fehlt bisher. Es könnte freilich sein, dass das Ergebnis ernüchternd ausfällt. Und Ford behielte recht.

    Der Ford Ka wächst, bremst aber vor der 10.000-Euro-Schallmauer ab

    Viel Platz im Fünftürer

    Mit dem Auto wuchs auch das Platzangebot innen. Vorne wie hinten Passagiere jenseits der 1,90 Meter? Kein Problem! Da haben die Kölner ein kleines, aber feines Kunststück zuwege gebracht.

    Im Kofferraum wiederum lassen sich zwei Koffer oder 270 Liter Ladung verstauen. Die Rücksitzbank kann 60:40 umgeklappt werden. Kleiner Nachteil: Die Ladekante ragt vergleichsweise hoch hinauf. Was aber auch den Vorteil hat, dass die Einkäufe nicht hinauspurzeln können.

    Der Ford Ka+ wird in zwei Ausstattungen ausgeliefert: Ambiente ist ab 9950 Euro erhältlich, Trend ab 11.450 Euro.

    Die Motoren

    Der Urahn von 1996: Ford Ka

    Die Motoren

    Unter der Motorhaube des Ka+ werkt ein 1,2-Liter-Benziner der Duratec-Motorenfamilie. Der Euro-6-Vierzylinder ist in zwei Leistungsstufen (70 und 85 PS) erhältlich.

    Das Triebwerk basiert auf derselben Grundkonstruktion wie der aktuelle 1,25-Liter-Motor des Ford Fiesta, der mit einer doppelt unabhängigen Nockenwellensteuerung (TI-VCT) arbeitet, die den Treibstoffkonsum deutlich senkt.

    Die beiden Leistungsvarian-ten begnügen sich laut Werk mit 4,7 Liter (85-PS-Version) bzw. 4,9 Liter (70-PS-Version) Super pro 100 Kilometer im Mix. Der stärkere Vierzylinder emittiert 110 Gramm CO2 pro Kilometer, der 70-PS-Motor 114 Gramm CO2 pro Kilometer.

    Serienmäßig ausgestattet werden beide Motorvarianten mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe.

     

    06.05.2017, 00:04 Uhr

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