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    Der Elektro-Hype flaut langsam ab

    Der Elektro-Hype flaut langsam ab

    In Genf sind viele Studien, aber kaum serienreife E-Modelle zu sehen – Trotzdem stehen die Stromer wegen der Diesel-Debatte in Deutschland im Mittelpunkt.

    Die teils hysterische Aufregung der Vorjahre um Elektro-Autos legt sich langsam. Und doch standen die Stromer auf dem Autosalon Genf wieder im Mittelpunkt. Wobei noch immer kaum E-Modelle präsentiert wurden, die serienreif sind. Das Gros der Ausstellungsautos sind Studien, die 2019 oder noch später in Serie produziert werden – wenn überhaupt.

    Zwei Akkus für den Kona

    Eine Ausnahme ist der Hyundai Kona. Bisher nur mit zwei Benzin-Direkteinspritzern (120 und 177 PS) erhältlich, kommt im Sommer die E-Variante des pfiffigen Stadtautos. An der Front fehlen die Kühlrippen, vorne wie hinten ziehen sich an der Unterkante schwarze Lamellen entlang. Der breite Plastikschutz dominiert auch die Seitenansicht – ein typisches Offroad-Gimmick für Stadt-SUVs. Beachtlich ist aber viel mehr der Antrieb. Zwei Akkus bieten die Koreaner an: 39,2 Kilowattstunden (kWh) mit 135-PS-Antrieb oder 64 kWh mit 204-PS-Motor. Die Reichweite: 312 bzw. 482 Kilometer. "Und dies nach der neuen WLTP-Norm", betont Hyundai Österreich-Sprecherin Valeska Haaf. Das Laden dauert an der 7,2-kW-Steckdose 6:10 bzw. 9:40 Stunden. An der 100-Kilowatt-Ladestation reduziert sich die Zeit auf 54 Minuten (80 Prozent Ladelevel). Der E-Kona ist ab Sommer erhältlich, die Preise stehen noch nicht fest.

    I-Pace auch in Linz

    Seine Weltpremiere feiert der Jaguar I-Pace, den die OÖN in der Vorwoche ausgiebig vorgestellt haben, in Genf. Die Eckdaten: 400 PS, 480 Kilometer Reichweite, ab 78.380 Euro. Der Brite, der bei Magna in Graz produziert wird, wird auch nächste Woche auf dem 48. Linzer Autofrühling zu sehen sein.

    Der Elektro-Hype flaut langsam ab

    Geheimnisvoll gibt sich Audi mit dem e-tron. Der Prototyp in Genf war verdeckt und wurde nur alle zwei Stunden gezeigt. Im August kommt der Elektro-SUV (L/B/H 4,88/1,93/1,54 Meter) auf den Markt. 435 PS Dauerleistung (Spitze 503 PS) und 500 Kilometer Reichweite stehen im Fahrtenheft. Der Li-Ionen-Akku speichert 95 kWh. Einen völlig neuen Antrieb verpasste Mitsubishi seinem Plug-in-Hybrid-Modell Outlander PHEV. Ein 2,4-Liter-Atkinson-Benziner und zwei E-Motoren (vorne 60 kW, hinten 70 kW) treiben den Allradler an. Die elektrische Reichweite soll nun bei realen 50 Kilometern liegen, sagt Mitsubishi.

    Der Elektro-Hype flaut langsam ab

    Carsten Hebestreit aus Genf, 10.03.2018, 00:04 Uhr

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