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    "Bei uns bekommt jeder Mitarbeiter künftig ein Elektro-Dienstauto"

    "Bei uns bekommt jeder Mitarbeiter künftig ein Elektro-Dienstauto"

    Die Batterie-Brüder Kreisel bezogen ihr neues Quartier in Rainbach im Mühlkreis

    Boden, Wände, Decken – alles weiß. "Unsere alte Garage war dunkel", erzählt Markus Kreisel, einer der drei Freistädter Batterie-Brüder. Viel Licht, das nötig war, habe auch viel Schatten geworfen. Fürs Arbeiten nicht optimal. Jetzt, im Neubau, seien die Bedingungen weitaus besser. "Schau her: kein Schatten!"

    Vor ein paar Tagen zog die Kreisel-Crew von Freistadt nach Rainbach um. Fünf Kilometer, die Welten bedeuten. Das neue Betriebsgebäude steht sternförmig da. "Wir haben als Grundriss die drei K zusammengefügt", erklärt der 39-Jährige. "Exakt wie bei unserem Logo." Und in der Mitte befindet sich das Lager. "Damit die Wege kurz sind." Trotz 6000 Quadratmeter Nutzfläche. Wobei sich die Kreisels für ihr Start-up-Unternehmen 15.000 Quadratmeter Grund im Gewerbegebiet gesichert haben – mit Blick auf eine erfolgreiche Zukunft.

    Riesige Hallen

    In einer riesigen Halle werden drei Fertigungsstraßen stehen. An den "manuellen" Fertigungen werden Akkus händisch produziert – für Einzelprojekte bzw. für Kleinserien. In der dritten Linie, die im vierten Quartal 2017 in Betrieb geht, werden Akkublöcke vollautomatisch gefertigt. Insgesamt werden Akkus mit 800.000 Kilowattstunden pro Jahr gebaut. "Genug für etwa 6000 Autos", so Markus Kreisel.

    In der zweiten Halle werden mit riesigen CNC-Fräsen zum Beispiel Getriebe gefertigt.

    In der dritten Halle stehen fünf Kfz-Hebebühnen. Eine chinesische Limousine parkt in der Höhe. "Wir bauen dort statt der originalen 18-kWh-Batterie einen 52-kWh-Akku ein", sagt der Mühlviertler. Bei gleicher Größe, bei gleichem Gewicht. Batterie und Auto reisen getrennt zurück nach China, wo der Akku aus dem Mühlviertel 100.000 Mal produziert wird. Ein lukratives Geschäft, doch bremsen die Kreisels in Sachen Fernost. "Die Chinesen möchten mit Prototypen sofort in Serie gehen – ohne Erprobung, ohne Tests." Dieses überhastete Vorgehen passt nicht zu den Qualitätsansprüchen der Kreisels.

    Derzeit betreuen die Brüder mit 61 Mitarbeitern 42 Projekte. Das Team wächst Monat für Monat, Aufträge werden trotzdem kaum noch angenommen. "Wir haben einen Stau."

    Jeden Tag flattern Bewerbungen herein. Die Kreisels sind als Arbeitgeber begehrt. Dies auch, weil jeder Angestellte ein E-Auto bekommt. Die ersten 30 Renault Zoe sind bestellt.

    13.05.2017, 00:04 Uhr

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